Das Italienisch-Deutsche Business Forum zwischen den beiden Dachverbänden der Industrie Confindustria und BDI (Bundesverband der deutschen Industrie) findet in diesem Jahr zum zweiten Mal statt. Minister und Spitzenunternehmer aus beiden Ländern treffen sich, um über die wirtschaftlichen Probleme Europas zu diskutieren.Neben den Präsidenten der Confindustria und des BDI, Giorgio Squinzi und Hans-Peter Keitel, werden außerdem der Vizepräsident der Europäischen Kommission für Unternehmen und Industrie Antonio Tajani, die Vizepräsidentin des Senats Emma Bonino und die Vorsitzende der Confindustria Emma Marcegaglia in Bozen referieren.Auf deutscher Seite haben zudem der ehemalige österreichische Vizekanzler Wilhelm Molterer, derzeit Vizepräsident der Europäischen Investitionsbank, und Martin Blessing, Chef der Commerzbank, ihr Kommen zugesagt.Pan: „Südtirol kann zum Vorzeigezimmer werden“Stefan Pan, Präsident des Unternehmerverbandes, wird das Business Forum am Donnerstag eröffnen: „Wir bauen kontinuierlich an unserem Europäischen Haus weiter und sind nach wie vor überzeugt, dass Südtirol zum Vorzeigezimmer dieses Hauses werden kann.“Viele der wichtigsten europäischen Vertreter aus Wirtschaft und Politik würden in diesen Tagen in Bozen anwesend sein, so Pan: „So schaffen wir die Voraussetzungen, um Südtirol in den Fokus Europas zu stellen, um Bozen zum Inbegriff der ideellen ‚europäischen‘ Stadt zu machen, in der sich Sprachen und Kulturen treffen.“In Bozen werde man die „Best Practices“ aus Deutschland und Italien miteinander vergleichen und wolle dadurch Impulse geben.„Wir können mehr als eine Brücke in Europa sein, wir können auch eine Signalfunktion übernehmen“, ist Pan überzeugt.Italien und Deutschland: Die größten Industrieländer EuropasItalien und Deutschland sind die zwei größten Industrieländer Europas. „Deutschland hat es geschafft, mit strukturellen Reformen bei Arbeitsmarkt, Steuerrecht und Altersfürsorge ideale Rahmenbedingungen für das Unternehmertum zu schaffen“, betont Verbandpräsident Pan.Um die Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Wirtschaft zu garantieren, brauche es in Südtirol wie in Italien eine Verbesserung der Rahmenbedingungen. „Der Gedankenaustausch, der in Bozen erfolgen wird, kann sicherlich in bedeutender Weise dazu beitragen.“