Freitag, 29. November 2019

Deutsche Amazon-Beschäftigte streiken am „Black Friday“

Am „Black Friday“ streiken Amazon-Beschäftigte an allen Standorten in Deutschland für einen Tarifvertrag. Die mehrtägigen Streiks hätten in der Nacht auf Freitag begonnen, teilte die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi mit. Betroffen seien die Standorte Leipzig (Sachsen), Bad Hersfeld (Hessen), Koblenz (Rheinland-Pfalz), Rheinberg und Werne (Nordrhein-Westfalen) und Graben (Bayern).

Die Streiks bei Amazon Deutschland dauern bis zum Cyber Monday.
Die Streiks bei Amazon Deutschland dauern bis zum Cyber Monday. - Foto: © APA (AFP/Symbolbild) / THOMAS SAMSON

Gute Arbeit sei nicht „zu Schleuderpreisen zu haben“, erklärte Verdi anlässlich des vor allem in den USA für seine Rabatte bekannten Schnäppchentags. Die Beschäftigten forderten einen Tarifvertrag für „existenzsichernde Löhne und gute und gesunde Arbeit“.

Die Streiks dauern bis einschließlich Cyber Monday, einem weiteren Rabattaktionstag. Verdi kämpft seit Jahren dafür, dass die Amazon-Beschäftigten einen Tarifvertrag bekommen und nach dem Tarif für den Einzel- und Versandhandel bezahlt werden.

Der Onlineriese Amazon weist die gegen ihn erhobenen Vorwürfe stets zurück und bezeichnet sich als „fairen Arbeitgeber“. „Wir bezahlen am oberen Ende dessen, was für vergleichbare Tätigkeiten üblich ist und überprüfen jährlich unsere Löhne“, erklärt das Unternehmen. Darüber hinaus gebe es zahlreiche Zusatzleistungen.

apa