„Ich finde, da haben die Bahnkunden und Steuerzahler einen Anspruch darauf, dass wirklich der Erfolg gemessen wird“, so Bilger. Er wolle zwar ausdrücklich festhalten, dass viele Beschäftigte bei der Bahn richtig gute Arbeit leisteten, so der Minister. Wenn es aber nicht zufriedenstellend sei, habe das auch Auswirkungen auf die Bezahlung.<BR /><BR />Deutschland bereitet derzeit eine neue Finanzierungsvereinbarung mit dem Staatskonzern vor, in der genau geregelt wird, wie viele Milliarden für die Schieneninfrastruktur fließen. Diese Gelder sollen künftig an Vorgaben geknüpft werden.<BR /><BR />Auf der frisch sanierten Bahnstrecke zwischen Hamburg und Berlin war zuletzt nur jeder vierte Zug pünktlich. Von Mitte Juni bis Mitte Juli kamen gerade 25,8 Prozent aller Fernzüge pünktlich ans Ziel, bestätigte die Deutsche Bahn. Zuvor hatte die „Bild“-Zeitung berichtet. Grund für die Verspätungen sind demnach andauernde Restarbeiten an der mit Milliarden sanierten Bahnstrecke, die Züge immer wieder ausbremsten.<BR /><BR />Auf der Strecke zwischen Hamburg und Berlin, die bis vor kurzem zehn Monate lang gesperrt war, sanken die Pünktlichkeitswerte nach der Wiedereröffnung von einem ohnehin schon schlechten Ausgangswert von 49,6 Prozent noch einmal drastisch ab, wie die Deutsche Bahn einen „Bild“-Bericht bestätigte. Die Gesamtkosten für die Sanierung lagen bei 2,7 Mrd. Euro - deutlich über den ursprünglich veranschlagten 2,2 Mrd. Euro.<BR /><BR />Eine Bahn-Sprecherin sagte, in den nächsten Wochen würden Software-Updates spürbare Verbesserungen bringen. Aktuell liefen wie angekündigt auf einzelnen Abschnitten noch technische Abnahmen für den Hochgeschwindigkeitsbetrieb. Zudem würden auf der gesamten Strecke Restmängel beseitigt und Optimierungen durchgeführt, die erst im laufenden Betrieb hätten erkannt werden können. Dafür seien während einzelner Nächte in den kommenden Wochen Sperrungen mit Auswirkungen auf den Zugverkehr erforderlich.