Donnerstag, 10. Dezember 2020

Deutsche Bahn will in Italiens Nahverkehr wachsen

Deutsche Bahn (DB) will im italienischen Nahverkehr wachsen. Die italienische DB-Tochtergesellschaft Arriva Italia, die eine 5-prozentige Beteiligung im Bereich Fernbusreisen hält, schluckt eine Reihe von lokalen Busgesellschaften. Damit entsteht ab Jänner 2021 eine neue Gesellschaft mit einer Flotte von 1350 Bussen und 1500 Mitarbeitern, berichtete die Wirtschaftszeitung „Sole 24 Ore“ (Donnerstagsausgabe).

Deutsche Bahn (DB) will im italienischen Nahverkehr wachsen.
Deutsche Bahn (DB) will im italienischen Nahverkehr wachsen. - Foto: © dpa-tmn / Jan Woitas
Investitionen in der Größenordnung von 50 Millionen Euro plant die Gesellschaft, die in den nächsten 3 Jahren bereits Ausgaben in der Größenordnung von 123 Millionen Euro für den Erwerb von 550 Bussen vorhat. Dabei wird auf umweltfreundliche Fahrzeuge gesetzt, darunter E-Busse. Arriva beteiligt sich unter anderem an Busgesellschaften in Triest und Udine.

Arriva Italia will sich an einer Ausschreibung für Busverbindungen im Raum von Mestre sowie in Roms Außenbezirke beteiligen. Auch im Nahverkehr in der Provinz Neapel will Arriva Italia mitmischen.

Die internationale Nahverkehrstochter der DB Arriva galt lang als Ertragsperle mit 50.000 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von zuletzt mehr als 5 Milliarden Euro.

Um die steigenden Schulden des Konzerns aufzufangen, sollte Arriva zunächst an Investoren verkauft oder an die Börse gebracht werden. Erhofft hatte man sich Erlöse von mindestens 2 Milliarden Euro. Unter anderem die Corona-Krise ließ die Pläne platzen.

apa