Samstag, 03. Januar 2015

Deutsche Bank setzt auf das Geschäft mit den Superreichen

Die Deutsche Bank sieht große Chancen, im Geschäft mit sehr reichen Kunden im eigenen Land weiter zu wachsen.

Die Deutsche Bank will auf mehr Superreiche setzen.
Die Deutsche Bank will auf mehr Superreiche setzen. - Foto: © APA/EPA

Das von der Bank in Deutschland verwaltete Vermögen sei seit 2009 jährlich um zwölf Prozent gestiegen und damit deutlich stärker als der hiesige Gesamtmarkt mit drei bis vier Prozent, sagte der neue Spartenchef Joachim Häger der Wirtschaftszeitung „Euro am Sonntag“ laut Vorausbericht.

„Diese Wachstumsdynamik wird sich eher noch beschleunigen.“ Es gebe „ansehnliche Nettomittelzuflüsse. Im Vermögensmanagement, der Konzernsparte Deutsche Asset & Wealth Management (AWM), betreue die größte deutsche Bank mittlerweile mehr als 20.000 Kunden.

Das Geldhaus verwaltet nach Angaben der Zeitung über das bankeigene Wealth Management, die Kölner Konzerntochter Sal. Oppenheim und das Deutsche Oppenheim Family Office in Deutschland insgesamt 117,6 Milliarden Euro und ist damit Marktführer vor der Commerzbank.

Häger arbeitet seit 25 Jahren für die Deutsche Bank, seit 2002 ist er für die Superreichen zuständig.

Deren Vermögen nimmt immer mehr zu, aber auch die Kluft zwischen Arm und Reich in Deutschland.

Die Industriestaaten-Organisation OECD erklärte Anfang Dezember, die reichsten zehn Prozent der deutschen Bevölkerung verdienten Mitte der 1980er-Jahre fünfmal so viel wie die ärmsten zehn Prozent. Heute liege das Verhältnis bei 7:1.

apa/Reuters

stol