Donnerstag, 18. Januar 2018

Deutsche Baubranche will heuer Jobs schaffen

Die deutsche Baubranche setzt auch im neuen Jahr auf deutlich anziehende Geschäfte und will rund 15.000 Stellen schaffen. Der Umsatz werde 2018 um rund vier Prozent auf gut 117 Mrd. Euro und damit auf den höchsten Wert seit 1995 zulegen, teilten die beiden Branchenverbände HDB und ZDB am Donnerstag in Berlin mit.

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„Die Unternehmen des Bauhauptgewerbes gehen mit Zuversicht in das Jahr 2018“, erklärten der Chef des Industrieverbands HDB, Peter Hübner, und der Präsident des mittelständischen ZDB, Hans-Hartwig Loewenstein. Die Zahl der Beschäftigten werde im Jahresschnitt auf rund 820.000 klettern. Bereits 2017 hatte es ein Plus von rund 24.000 gegeben. Die Branche spürt allerdings einen Engpass an qualifiziertem Personal.

Wegen der niedrigen Zinsen und mangels attraktiver Anlagemöglichkeiten stecken Investoren seit einigen Jahren verstärkt Geld in den Immobilienmarkt. Dies kommt vor allem dem Wohnungsbau zu gute, der erneut für Schwung sorgt. Hier peilen die Verbände 3,5 Prozent mehr Umsatz an, nach vier Prozent Wachstum im Vorjahr. Beim öffentlichen Bau und dem Wirtschaftsbau etwa von Fabriken sei jeweils ein Anstieg um vier Prozent zu erwarten.

2017 dürften die Baugenehmigungen für Wohnungen erstmals seit 2008 gesunken sein. In den ersten elf Monaten sank die Zahl nach Angaben des Statistischen Bundesamtes um 26.400 oder 7,8 auf 313.700. Einer kürzlich veröffentlichte Studie der Förderbank KfW zufolge hat sich in den vergangenen Jahren ein Bestand von 600.000 Wohnungsbaugenehmigungen angesammelt, der noch der Umsetzung harrt.

apa/reuters

stol