Montag, 16. Juli 2018

Deutsche Post stärkt Express-Sparte mit neuen Boeing-Flugzeugen

Die Deutsche Post reagiert mit dem Kauf von 14 Boeing-Frachtflugzeugen des Typs 777 auf die steigenden Nachfrage in ihrem Express-Bereich. Die Tochter DHL Express habe sich zudem Optionen und Vorkaufsrechte für 7 weitere Flugzeuge gesichert, teilte die Post am Montag mit. Die ersten 4 Flugzeuge sollen im kommenden Jahr geliefert werden.

Die Deutsche Post reagiert mit dem Kauf von 14 Boeing-Frachtflugzeugen des Typs 777 auf die steigenden Nachfrage in ihrem Express-Bereich.
Die Deutsche Post reagiert mit dem Kauf von 14 Boeing-Frachtflugzeugen des Typs 777 auf die steigenden Nachfrage in ihrem Express-Bereich.

Boeing zufolge beläuft sich der Wert der Bestellung für die 14 Flugzeuge auf rund 4,7 Milliarden Dollar, das entspricht 4,04 Milliarden Euro. Im laufenden Jahr werden Anzahlungen der Post in einer Höhe von rund 200 Millionen Euro für die neuen Maschinen fällig – diese sind aber bereits in den Investitionsplanungen des Bonner Konzerns für 2018 enthalten.

Der neue Frachter mit „beeindruckender Reichweite ... gibt uns die Möglichkeit, noch mehr Märkte mit Direktflügen zu bedienen“, sagte der für DHL Express zuständige Vorstand Ken Allen. Der Austausch von 14 Interkontinentalfliegern biete „erhebliche Kosten- und Effizienzvorteile“. DHL Express betreibt mit 17 Partnerairlines mehr als 260 Flugzeuge, die auf über 600 Flügen am Tag in 220 Ländern unterwegs sind. Boeing hatte sich im Juni bereits Aufträge der beiden Post-Konkurrenten UPS und FedEx gesichert.

Während DHL Express in der Vergangenheit Flugzeuge vor allem geleast hatte, werde der Kauf eigener Frachter die Kostenposition der Sparte verbessern. Finanzchefin Melanie Kreis hatte im Mai gesagt, durch die neuen und effizienteren Flugzeuge werde der Konzern Treibstoffkosten sparen. Zudem gebe es immer mehr Flughäfen mit Restriktionen für ältere und laute Flugzeuge. Dort verschafften neue Frachter dem Konzern Vorteile. Die Express-Sparte glänzt im Konzern mit steigenden Umsätzen und Gewinnen – anders als das Brief- und Paketgeschäft, in dem die Bonner mit Kosten-Problemen kämpfen.

apa/reuters

stol