Mittwoch, 06. Januar 2016

Deutsche Verbraucherschützer sehen keinen Datenschutz bei Google

Deutsche Verbraucherschützer werfen Google eine systematische Auswertung persönlicher Daten seiner Nutzer vor und haben den US-Internetkonzern abgemahnt.

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Google nutze personenbezogene Daten ohne ausdrückliches Einverständnis und verstoße damit gegen den Datenschutz, teilte der Bundesverband der Verbraucherzentralen (vzbv) am Mittwoch mit.

Demnach analysiert Google beispielsweise die Inhalte von E-Mails, um personalisierte Werbung zu platzieren. Ein Google-Sprecher erklärte, die Datenschutz-Grundsätze des Konzerns seien gesetzeskonform.

Die Verbraucherschützer räumten zwar ein, Google weise in seiner allgemeinen Datenschutzerklärung auf diese Praxis hin. Die Nutzer müssten diese Erklärung auch billigen. In den Richtlinien würden die Verbraucher aber nicht um Zustimmung zur konkreten Datennutzung gebeten, moniert der vzbv.

„Es kann nicht sein, dass Google die E-Mails seiner Nutzer ohne spezifische Einwilligung mitliest, um diesen dann maßgeschneiderte Produktinformationen anzuzeigen“, erklärte vzbv-Experte Heiko Dünkel. Es sei eine gesonderte Einwilligung für Werbung notwendig.

apa/dpa

stol