Vorreiter ist Deutschland, das überdurchschnittlich wachsen soll und schon im vorigen Jahr als einziges Euro-Land einen Budget-Überschuss schaffte.Die anhaltend hohe Arbeitslosigkeit in den Krisenstaaten, die massiven Defizite in einigen Euro-Ländern wie Frankreich und die noch nicht völlig gebannte Deflationsgefahr trüben allerdings den Ausblick.„Die Konjunktur in Europa fasst nun Tritt“, sagte Wirtschafts- und Währungskommissar Olli Rehn am Dienstag bei der Vorstellung der Winterprognose. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in der Eurozone soll in diesem Jahr um 1,2 und 2015 um 1,8 Prozent wachsen.Zu den Lokomotiven gehört Europas größte Volkswirtschaft Deutschland, die mit 1,8 und 2,0 Prozent überdurchschnittlich zulegen soll. Die Nummer zwei Frankreich dürfte dagegen sowohl in diesem als auch im kommenden Jahr mit 1,0 und 1,7 Prozent etwas langsamer wachsen als die Währungsunion insgesamt. Das gilt auch für die drittgrößte Wirtschaftsmacht Italien (0,6/1,2 Prozent), deren neuer Ministerpräsident Matteo Renzi eine Serie von Wirtschaftsreformen angekündigt hat. Für Österreich wird heuer ein Wachstum von 1,5 Prozent und für 2015 von 1,8 Prozent vorhergesagt.apa/reuters