Freitag, 12. Januar 2018

Deutscher Bund: vorerst nur 62 Millionen Euro von Air Berlin zurück

Der deutsche Bund wird wohl die Hälfte seines Überbrückungskredits für die insolventen Niki-Muttergesellschaft Air Berlin nicht wiedersehen. Lediglich 75 Mio. Euro der insgesamt 150 Mio. Euro könnten getilgt werden, zitierte das „Handelsblatt“ am Freitag aus dem Umfeld der Airline.

Air Berlin schafft es, nur gut die Hälfte des Überbrückungskredits zurückzuzahlen.
Air Berlin schafft es, nur gut die Hälfte des Überbrückungskredits zurückzuzahlen. - Foto: © shutterstock

Wie die Regierung auf Anfrage der Linksfraktion mitteilte, bekam der deutsche Bund bis zum 9. Jänner Rückzahlungen in Höhe von rund 61 Mio. Euro. Die deutsche Regierung geht demnach aber „von weiteren Rückzahlungen aus“.

Air Berlin hatte im August die Insolvenz erklärt und zur Überbrückung des Flugbetriebs den Kredit der staatlichen deutschen KfW-Bank in Höhe von 150 Mio. Euro erhalten. Ein Teil der Airline wurde an die deutsche AUA-Mutter Lufthansa und an die britische Airline Easyjet verkauft. Die Tochter Niki soll an die spanische Vueling gehen – der Verkaufsprozess stockt jedoch derzeit. Niki-Insolvenzverwalter Lucas Flöther erklärte gegenüber dem „Handelsblatt“, Erlöse aus dem Verkauf von Niki würden nicht der Air Berlin zufließen.

Die staatliche KfW-Bank hatte als Pfand für den Kredit die von Air Berlin gehaltenen Anteile an Niki bekommen. Niki musste nach dem Scheitern des Verkaufs an die Lufthansa ebenfalls Insolvenz erklären. Flöther sagte dem „Handelsblatt“, kein möglicher Käufer war nach der Insolvenz von Niki bereit, auch alle Verbindlichkeiten zu übernehmen. Der Verkaufserlös von Niki fließt in die Insolvenzkasse.

apa/afp

stol