Samstag, 01. Oktober 2016

Deutscher handelt in der Steiermark mit fiktiven Autos: Haft

Ein 32-jähriger Deutscher soll jahrelang in Graz-Umgebung mit günstigen Fahrzeugen, Baumaterialien und anderen Dienstleistungen Kunden über den Tisch gezogen haben. Die Opfer leisteten Anzahlungen, bekamen aber zumeist nicht die vereinbarte Gegenleistung. Mehrere Hunderttausend Euro Schaden soll der Mann in ganz Österreich verursacht haben. Er wurde verhaftet, teilte die Polizei am Samstag mit.

Foto: © APA/AP

Der in Eggersdorf wohnhafte Deutsche hatte mit fiktiven Autos und Fahrzeugteilen gehandelt. Außerdem bot er Werkstoffe und anderes an. Seinen Kunden gaukelte er gute Geschäftsbeziehungen nach Deutschland und Polen vor. Er sagte, er löse die Fahrzeuge aus Leasingverträgen und kaufe sie bei Versteigerungen oder direkt beim Erzeuger.

Da er auch an den ehemaligen Ostblock verkaufe, könne er seinen österreichischen Kunden ebenfalls günstige Konditionen anbieten. Der Deutsche gab auch vor, er habe in Deutschland und Polen eine Frächterei.

In Wahrheit hatte der 32-Jährige aber alles erfunden, um an die Anzahlungen seiner Opfer zu kommen. Oft hatte der Verdächtige diese ohne oder nur mit geringfügigen Gegenleistungen erhalten. Die Erhebungen sind laut Polizei noch nicht abgeschlossen, weshalb auch die Schadenssumme noch ansteigen könnte.

Es dürfte noch weitere, bisher unbekannte Opfer in ganz Österreich geben. Der Mann wurde wegen des Verdachts des gewerbsmäßigen Betrugs in die Justizanstalt Graz-Jakomini gebracht.

apa

stol