Dienstag, 18. August 2015

Die Apfelsaison ist eröffnet! Gala heuer besonders süß

Rot in all seinen Nuancen, knackig und fruchtig-süß: So stellt man sich den perfekten Gala vor. Die Haupternte rollt in diesen Tagen an – und eröffnet die Südtiroler Apfelsaison. Georg Kössler sagt: „Die Hitze hat sicher ihre Spuren hinterlassen.“ In positiver als auch in negativer Hinsicht.

Die Apfelsaison ist eröffnet. Die Haupternte des Gala rollt in diesen Tagen an.
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Die Apfelsaison ist eröffnet. Die Haupternte des Gala rollt in diesen Tagen an.

Gala ist eine der Hauptapfelsorten in Südtirol – und zugleich die erste Sorte, die in Südtirol geerntet wird. Die Gala-Ernte eröffnet somit die Apfelsaison.

Heuer ist der Startschuss bereits gefallen: Mitte der vergangenen Woche begannen die Bauern mit der Ernte des Gala in frühen Lagen. Das heißt „hauptsächlich im Unterland und im Bozner Raum“, erklärt Georg Kössler, Obmann des Verbandes Südtiroler Obstgenossenschaften VOG. „Im Laufe dieser Woche werden auch andere Lagen mit der Ernte beginnen.“

Eine Ernte nach einem ganz außergewöhnlichen Sommer. Selten zuvor war es in Südtirol so lange derart trocken und heiß. Wie haben die Früchte den Rekordsommer überstanden?

Die Nebenwirkungen der Hitze: Sonnenbrand

„Die Hitze hat sicher ihre Spuren am Apfel hinterlassen“, gibt Kössler zu. „Positiv: Die Äpfel sind heuer süßer und geschmackintensiver. Negativ: Einige Äpfel haben Sonnenbrand erlitten.“

 

Georg Kössler, Obmann des Verbandes Südtiroler Obstgenossenschaften VOG

 

Generell hat der Apfel gegen Sonne und Wärme nichts einzuwenden. Bekommt er allerdings zu viel davon, kann er mehlig und bräunlich werden. „Sonnenbrand“, nennt das der Fachmann und muss die Früchte aussortieren. Die betroffenen Äpfel sind auf dem Frischmarkt nicht mehr zu verkaufen und werden industriell – sprich: zu Apfelsaft – weiterverarbeitet. Kössler rechnet damit, dass 5 bis 10 Prozent der gesamten Gala-Äpfel Sonnenbrand erlitten haben.

Der geringe Niederschlag wiederum habe sich auf die Größe der Äpfel ausgewirkt. „Dort, wo weniger beregnet wird, sind die Äpfel etwas kleiner“, sagt Kössler.

Und was die Menge anbelange, werde diese heuer deutlich geringer ausfallen. Kössler rechnet mit Einbußen von 7 bis 10 Prozent verglichen mit der Rekordernte vom vergangenen Jahr.

Aber: Im Großen und Ganzen erwartet der Obmann eine normale, gute Ernte. Die sich dann auch im Preis niederschlagen soll.

VOG-Obmann rechnet mit „normalem Preisniveau“

„Wir hatten einen guten Saisonstart, mit hoher Nachfrage“, erzählt Kössler. „Bei Gala gehen wir davon aus, dass wir, was den Preis anbelangt, ein normales Niveau erreichen.“ Er sagt, für den Produzenten werde der Preis sicher zufriedenstellend sein.

Wie das „normale Preisniveau“ dann in Euro aussieht, könne man heute noch nicht sagen, meint der Obmann. „Dafür ist es zu früh. Für die Ermittlung eines Durchschnittspreises haben wir bisher noch zu wenig geerntet.“

Hoffen auf den ganz normalen Spätsommer

Die Gala-Ernte läuft noch bis zur letzten August-Woche. Für die verbleibenden Wochen erhofft sich der VOG-Obmann vor allem eines: „normales spätsommerliches Wetter“.

Will heißen: Tage um die 28 Grad und Nächte um die 12 – für gutes Wachstum und Ausfärbung der Früchte – sowie – für Äpfel ohne Druckstellen – kein Regenwetter an Ernte-Tagen.

stol/pg

stol