Dienstag, 28. November 2017

Die neue Kellerei Bozen: Das Grobgerüst steht

Die neue Heimat der Kellerei Bozen in Moritzing nimmt immer mehr Gestalt an: Das feierten Mitglieder der Kellerei gemeinsam mit den beteiligten Südtiroler Baufirmen beim Richtfest anlässlich der Fertigstellung des Rohbaus. „Im Sommer des nächsten Jahres wollen wir mit dem Probebetrieb beginnen“, erklärt Michael Bradlwarter, Obmann der Kellerei Bozen.

Kellerei Bozen: Am neuen Standort soll ein architektonisches Juwel als erlebbares Symbol der Weinproduktion in der Landeshauptstadt erschaffen werden.
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Kellerei Bozen: Am neuen Standort soll ein architektonisches Juwel als erlebbares Symbol der Weinproduktion in der Landeshauptstadt erschaffen werden.

„Erst der Inhalt, dann die Form“: Das ist das Credo der Kellerei Bozen. „Die Kellereien von Gries und St. Magdalena schlossen sich vor rund 16 Jahren zur Kellerei Bozen zusammen. Inzwischen sind die über 220 Mitglieder der ehemals getrennten Kellereien zu einer Einheit verschmolzen. Diese Einheit wird dank des neuen, gemeinsamen Standorts künftig auch nach außen hin sichtbar“, so Bradlwarter.

In Moritzing entsteht auf einer Gesamtfläche von 20.000 Quadratmetern ein neues Kellereigebäude, das auf die Vinifikation von rund 400 Hektar Anbaufläche ausgelegt ist.

Kellerei Bozen: Am neuen Standort soll ein architektonisches Juwel als erlebbares Symbol der Weinproduktion in der Landeshauptstadt erschaffen werden. 

Beim Neubau legt die Kellerei Bozen neben einer zeitgenössischen Architektur mit internationaler Strahlkraft vor allem Wert auf einen respektvollen Umgang mit der Natur: „Unsere Bauern gehen tagtäglich äußerst sorgsam mit der Naturlandschaft um. Dieses Verantwortungsbewusstsein kommt auch beim neuen Gebäude zum Ausdruck. Wir realisieren es größtenteils auf unbewirtschafteter Hangfläche, ressourcenschonend und nach strengen Klima-Haus-Standards. So werden wir etwa sämtliche Räumlichkeiten ausschließlich auf natürliche Weise kühlen“, so Bradlwarter.

In der Produktion selbst will man sich an die Gesetze der Natur halten: „Wir nutzen das Gravitationsprinzip: Angeliefert werden die Trauben am höchsten Punkt des Gebäudes. Schritt für Schritt begleiten wir sie nach unten und verarbeiten sie weiter bis hin zur Lagerung im Keller“, erklärt der Kellerei-Obmann. „Dadurch werden mechanische Einwirkungen verringert und durchgängig hohe Weinqualitäten gewährleistet.“

 Führungen für Besucher ab 2019

Vor wenigen Tagen hat die Kellerei Bozen mit der Übersiedlung von Teilbereichen der Maschinentechnik von den Standorten in Gries und St. Magdalena an den neuen Standort in Moritzing begonnen. „Der Einbau der Tanks und die Verlegung der Füllstraße werden im Sommer 2018 beendet sein. Der Probebetrieb ist für August 2018 anberaumt.“

Führungen für Besucher sollen dann ab 2019, nach Abschluss aller Arbeiten, möglich sein, wie Bradlwarter sagt. Im selben Jahr wird es dann auch den ersten ausschließlich am neuen Standort produzierten Wein vor Ort zu verkosten geben – hoher Erlebniswert inklusive.

stol

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