Donnerstag, 24. Oktober 2019

Die Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik: Tagung an der Uni Bozen

Die wichtigsten Neuerungen der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) stehen am morgigen 25. Oktober im Mittelpunkt einer Tagung für Forschende, Fachkräfte und Unternehmer aus der Landwirtschaft. Eingeladen sind aber auch alle anderen Interessentieren. Denn, wie Organisator Georg Miribung unterstreicht: „Die Reform der GAP betrifft die gesamte Südtiroler Bevölkerung.“

Den Abschluss der Tagung bildet ein Referat von Organisator Georg Miribung mit dem Titel „Die Ländliche Entwicklung im Rahmen der neuen GAP“.
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Den Abschluss der Tagung bildet ein Referat von Organisator Georg Miribung mit dem Titel „Die Ländliche Entwicklung im Rahmen der neuen GAP“. - Foto: © unibz

Auf der Tagung der Fakultät für Naturwissenschaften und Technik werden die wichtigsten Neuerungen der Gemeinsamen Agrarpolitik vertieft, also der Förderrichtlinien und Regeln über die gemeinsame europäische Ziele wie eine angemessene Versorgung mit Nahrungsmitteln oder die Sicherung der Einkommen der Landwirte erreicht werden sollen.

Derzeit wird auf Ebene der europäischen Institutionen die nächste Reform der GAP ausverhandelt, die 2021 in Kraft treten und bis 2027 gelten soll. Bereits im Juni dieses Jahres hat die Europäische Kommission ihre Reformvorschläge präsentiert, die nun vom Europäischen Parlament und Europäischen Rat begutachtet werden. Bis Jahresende soll der Reformvorschlag stehen, um dann 2021 in Kraft treten zu können.

Auswirkungen betrifft nicht nur Bauern, sondern die gesamte Bevölkerung

„Die GAP und ihre Auswirkungen auf Südtirols Landwirtschaft betrifft nicht nur Bauern, sondern die gesamte Südtiroler Bevölkerung“, sagt Georg Miribung, Forscher an der Fakultät für Naturwissenschaften und Technik und Organisator der Tagung. “Denn eine nachhaltige landwirtschaftliche Produktion umfasst ein breites Spektrum von Akteuren: von Produzenten bis zu Verbrauchern, von Hoteliers bis hin zu Menschen wie den Aktivisten der Bewegung „Fridays For Future“. Einige wichtige Punkte in den Förderrichtlinien für die kommenden sieben Jahre zielen laut dem Forscher ausdrücklich auf den Klimawandel, die Biodiversität und mehr Nachhaltigkeit in der europäischen Landwirtschaft ab.

Globale Herausforderungen, lokale Notwendigkeiten

In den Vorträgen der Tagung am 25. Oktober werden diese Thematiken und ihre lokalen und globalen Zusammenhänge genauer beleuchtet. Eröffnet wird die Veranstaltung um 14 Uhr im Hörsaal D 1.02 von Prof. Ferdinando Albisinni (Università della Tuscia – Viterbo e Accademia dei Georgofili) mit einer Vorstellung der geplanten Reformen unter dem Titel „Die neue GAP“. Die erste Hälfte der Tagung ist dann den globalen Herausforderungen der Gemeinsamen Agrarpolitik gewidmet, während sich im zweiten Teil alles um die Folgen auf lokaler Ebene dreht. Den Abschluss der Tagung bildet ein Referat von Georg Miribung mit dem Titel „Die Ländliche Entwicklung im Rahmen der neuen GAP“.

Anmeldung erforderlich

Die Veranstaltung steht allen Interessierten offen, allerdings ist eine Anmeldung unter diesem Link erforderlich. Mitglieder der Rechtsanwaltskammer Bozen erhalten für eine Teilnahme an der Tagung drei Fortbildungscredits.

vs