Samstag, 21. März 2020

„Die Schließung der Unternehmen könnte bedeuten, nicht mehr zu öffnen“

Der Südtiroler Unternehmerverband (UVS) reagiert auf die Dringlichkeitsmaßnahme in Bezug auf die empfohlene Schließung von produktiven Tätigkeiten in Südtirol: Um auch in Zukunft unsere Arbeitsplätze, die Auszahlung der Löhne für unsere Mitarbeiter, die Begleichung der Rechnungen unserer Lieferanten und die pünktliche Zahlung von Steuern und Abgaben gewährleisten zu können, ist die Fortführung der Tätigkeit unerlässlich.“

UVS-Präsident Federico Giudiceandrea.
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UVS-Präsident Federico Giudiceandrea. - Foto: © DLife
In der Dringlichkeitsmaßnahme Nr. 11 vom 21.3.2020 empfiehlt Landeshauptmann Arno Kompatscher Bezug auf die produktiven Tätigkeiten „die Aussetzung der Tätigkeiten sämtlicher Betriebsabteilungen. Davon ausgenommen sind jene, deren Unterbrechung die Wiederaufnahme der Produktion beeinträchtigen oder die Lieferung von Produkten, die für systemerhaltende Lieferketten notwendig sind, beeinträchtigen würde“.


Diesbezüglich erklärt das Präsidium des Unternehmerverbandes Südtirols (UVS), dass man sich als produzierende Unternehmen der sozialen Verantwortung bewusst sei „Diese verpflichtet uns, auch für die Zeit nach der Coronakrise nachhaltig aufgestellt zu sein. Um auch in Zukunft unsere Arbeitsplätze, die Auszahlung der Löhne für unsere Mitarbeiter, die Begleichung der Rechnungen unserer Lieferanten und die pünktliche Zahlung von Steuern und Abgaben gewährleisten zu können, ist die Fortführung der Tätigkeit unerlässlich.“


„Die Schließung auf unbestimmte Zeit könnte für viele Unternehmen bedeuten, nicht mehr zu öffnen“, heißt es vom Präsidium des Unternehmerverbandes. „Die Sicherheit und der Schutz der Mitarbeiter unserer Unternehmen hat oberste Priorität.“ Von Anfang an hätten die Mitgliedsunternehmen daher alle Vorsorgemaßnahmen und Sicherheitsvorkehrungen getroffen, um ihren Mitarbeitern die maximale Sicherheit am Arbeitsplatz zu garantieren, heißt es in der Stellungnahme.


Die Dringlichkeitsmaßnahme des Landeshauptmanns spricht eine „Empfehlung“ aus. Die Entscheidung, die produktive Tätigkeit weiterzuführen, liegt beim einzelnen Unternehmen. „Aufgrund des Beitrags, den die produktiven Unternehmen für unser Land leisten, verdienen sie sich von Seiten der Institutionen Klarheit und Transparenz“ heißt es weiter. „Wir hoffen daher, dass in der Empfehlung des Landeshauptmannes geklärt wird, dass die produktive Tätigkeit bei Einhaltung aller Sicherheitsvorschriften weitergeführt werden kann“, betont das Präsidium des Unternehmerverbandes.

sor