<BR />Andreas Kofler, Präsident des Konsortiums Südtirol Wein, wagt eine erste, vorsichtige Prognose.<BR /><BR />Für Südtirols Weinbauern war das heurige Jahr nicht gerade leicht. Der Grund: Das Wetter. „Vor allem die kühlen, verregneten Monate im Frühjahr und Frühsommer haben uns zu schaffen gemacht“, erklärt Kofler. In manchen Anlagen hätten die Frostnächte Ende April für Schäden gesorgt – besonders in Bozen und Überetsch ( <a href="https://www.stol.it/artikel/wirtschaft/frostschaeden-mit-dramatischem-ausmass" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">wir berichteten</a>). <BR /><BR />Zwar gebe es keine offiziellen Prognosen, doch generell liegen die Erwartungen bei den Erntemengen unter jenen des Vorjahres. „Die Kellereien rechnen mit einem Minus von 15 bis 20 Prozent gegenüber 2023“, sagt Kofler. <BR /><BR />Trotzdem könne man zuversichtlich auf die heurige Ernte blicken, da der heiße August viel von dem wettgemacht hätte, was der zu kühle Sommerauftakt an Problemen bereitgehalten hat.<h3>Trotz sinkenden Weinkonsums: Südtiroler Weine behaupten sich</h3>Ähnlich zuversichtlich beurteilt der Präsident des Konsortiums die Situation auf den Weinmärkten: Der Markt sei zwar gesättigt, der Weinkonsum im Allgemeinen rückläufig, wozu auch der Kaufkraftverlust beitrage, doch: „Südtirols Weine können sich behaupten.“<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1069188_image" /></div> <BR /><BR />Zudem spiele der Markttrend hin zu frischen Weiß- und leichten Rotweinen den meisten heimischen Herstellern in die Karten: „Südtirol kann auf eine enorme Vielfalt an Rebsorten und Terroirs verweisen und viele unserer Weine sind die richtige Antwort auf die globalen Trends. Wir haben also nach wie vor großes Marktpotenzial“, sagt der Präsident des Weinkonsortiums.<BR /><BR /><BR />Was den Absatz im eigenen Land betrifft, habe dieser anfangs des Sommers wetterbedingt gelitten. „Der Weinabsatz in Südtirol schwankt mit dem Gästeansturm, deshalb haben wir im August viel an Boden gewinnen können“, erklärt Kofler.