<BR />Der Waffenstillstand zwischen den USA und dem Iran ist gebrochen, die gegenseitigen Angriffe sind aufgeflammt und der Verkehr durch die Straße von Hormus steht wieder still. Darüber hinaus droht eine weitere Blockade, die Krise anzufeuern: Die mit dem Iran verbündeten Huthi-Rebellen im Jemen haben eine Seeblockade gegen Saudi-Arabien in der Meerenge Bab al-Mandeb ausgerufen.<BR /><BR />Die Märkte reagieren darauf nervös. Gerade der Gaspreis steigt kräftig. Der für Europa richtungsweisende Terminkontrakt Amsterdam TTF kletterte binnen einer Woche um knapp elf Prozent auf 58,59 Euro je Megawattstunde – der höchste Stand seit vier Monaten. Auch die Ölpreise steuern auf die Marke von 90 Dollar je Barrel zu und erreichen damit wieder das Niveau von Anfang Juni.<BR /><BR />Deshalb ziehen seit gut zwei Wochen auch die Treibstoffpreise wieder an. Laut Unternehmensministerium kostete ein Liter Diesel in Südtirol durchschnittlich 2,14 Euro, Benzin kratzt mit 1,98 Euro je Liter an der Zwei-Euro-Marke. Damit verzeichnet man hierzulande die höchsten Preise in ganz Italien. <h3> Neue Preisvergleichs-App der Regierung</h3>Zwar schließt die italienische Regierung Akzisen-Senkungen auf Treibstoff aus, setzt dafür aber auf Preistransparenz: Anfang der Woche veröffentlichte das Unternehmensministerium die App „Osservaprezzi Carburanti“ für Android und iOS. Sie soll Verbrauchern helfen, die Preise der Zapfsäulen in ihrer Umgebung zu vergleichen.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1338531_image" /></div> <BR /><BR />Einmal installiert, zeigt die App Tankstellen im Umkreis oder in einer ausgewählten Gemeinde auf einer Karte oder Liste an. Um die aktuellen Preise einzusehen, muss allerdings jede Station einzeln angetippt werden – ein Umweg, den Verbraucherschützer als umständlich kritisieren. <BR />Praktisch hingegen: Favoriten lassen sich speichern, und im Vergleich zu Konkurrenz-Apps glänzt der Dienst mit sehr aktuellen Daten.<BR /><BR />Dass sich der Vergleich lohnen kann, zeigt der Blick in die Landeshauptstadt. Je nach Anbieter schwankt der Dieselpreis zwischen 2,09 und 2,24 Euro je Liter – eine Preisspanne von 15 Cent. Auf eine 50-Liter-Tankfüllung macht das einen Unterschied von 7,50 Euro aus. Bei Benzin bewegt sich der Preis zwischen 1,92 und 2,03 Euro – eine Preisspanne von 11 Cent.