Er beobachte die Entwicklung der Krise im Nahen Osten mit Sorge, wie er gegenüber der Nachrichtenagentur Adnkronos erklärt. Dabei gehe es laut Marsiglia nicht um einen unmittelbar bevorstehenden Preisanstieg. Vielmehr könnte sich dieses Szenario „in sehr wenigen Monaten“ verwirklichen, sollte sich die Lage in der Straße von Hormus nicht verändern. „Wenn es so weitergeht, könnte es zu einer völligen Umwälzung kommen“, so Marsiglia.<BR /><BR />Der Preis für Rohöl der Referenzsorte Brent bewegt sich weiterhin auf sehr hohem Niveau und erreichte zuletzt 92 bis 93 Dollar pro Barrel, während der Gaspreis laut Marsiglia bei 63 Euro pro Megawattstunde liegt. <h3> Forderung nach weiteren Maßnahmen der Regierung</h3> Auch der italienische Kleinunternehmerverband FAPI (Federazione autonoma piccole imprese) zeigt sich besorgt. Die Entwicklung der Preise würde den bisherigen Rabatt durch die Maßnahmen der Regierung „rasch wieder auffressen“. Deshalb fordern sie die Regierung auf, weitere Eingriffe bei den Akzisen zu prüfen, um die Kosten für Treibstoff einzudämmen. <a href="https://www.stol.it/artikel/chronik/tankrabatt-wird-vorerst-verlaengert-245-millionen-euro-dafuer-benoetigt" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">Wie berichtet</a>, hat die Regierung den Steuerrabatt auf Diesel um 17 Cent pro Liter bis zum 25. August verlängert. <BR /><BR />Für den italienischen Verband der Kleinunternehmen Confimprenditori haben sich die Maßnahmen der Regierung „wie vorhersehbar als völlig wirkungslos“ erwiesen. Inzwischen würden Tausende Unternehmen mit steigenden Kosten für Transport, Produktion und Vertrieb konfrontiert.<BR /><BR />Auch der Verbraucherverband Codacons fordert weitere Maßnahmen. Der Rabatt auf Diesel solle verlängert und auch auf Benzin ausgeweitet werden. Die Benzinpreise würden sowohl auf den Autobahnen als auch im normalen Tankstellennetz bereits über dem Niveau vom 27. Juli liegen – also jenem Stand vor Einführung der Steuervergünstigung, die bislang nur den Diesel betroffen hat.