Ganz Wien wird laut dem „Masterplan Licht“ auf die energiesparende LED-Technologie umgerüstet. Mit dabei ist ein Südtiroler Unternehmen, das sich in 2 EU-weiten Ausschreibungen durchgesetzt hat.<BR /><BR />An den bekanntesten und von Touristen besonders frequentierten Orten der Stadt übernimmt diesen Job ewo aus Kurtatsch. Ein wichtiges Kriterium für die Vergabe zugunsten von ewo war dessen Spezialisierung auf Sonderanfertigungen: „Die Stadt Wien wollte nicht nur Standard-Leuchten haben, sondern in bestimmten Bereichen Modelle, die historischen Leuchten nachempfunden sein sollten. Diese Flexibilität und das Know-how auch Unikate zu fertigen, bringen wir mit, ebenso wie eine hohe Kompetenz was moderne Lichttechnik betrifft“, so Hannes Wohlgemuth, Geschäftsführer von ewo. <BR />„Uns in den hart umkämpften Ausschreibungen der Stadt Wien behauptet haben zu können, und jetzt in dieser kulturell so reichen Millionenstadt Wien für Licht zum Wohlfühlen sorgen zu dürfen, ist ein Meilenstein für unser Unternehmen, auf den wir stolz sind.“ <BR />Das Auftragsvolumen beziffert Wohlgemuth mit „mehreren Millionen Euro“. Über die genaue Summe sei Stillschweigen vereinbart worden, so Wohlgemuth.<BR /><BR />Die Details: Geliefert werden die neuen Leuchten für die Wiener Reichsbrücke gemeinsam mit den anderen Vintage-Leuchten sowie die Standardleuchte K0. Die Gehäuse dieser Leuchten wurden von der Stadt so optimiert, dass sich Leuchtmittel schnell und unkompliziert einsetzen lassen. Für die Leuchte K0 gibt es 5 verschiedene LED-Einsätze, um alle Anforderungen abdecken zu können. Für Wien stellt ewo auf Wunsch der Stadt die exakte Form des originalen „Maiglöckchen“-Leuchtenkörpers aus Aluminium her. Die sogenannten Vintage-Leuchten kommen im historischen Stadtzentrum zum Einsatz, etwa in der Rotenturmstraße und im Schillerpark. Die letzten Leuchten sollen bis spätestens Ende 2026 in Wien installiert sein, sagt ewo-Chef Wohlgemuth. Im selben Jahr soll ein ähnliches ewo-Projekt in der Innenstadt von Oslo, bei dem ebenfalls Sonderanfertigungen eine ganz entscheidende Rolle spielen, zu Ende gebracht werden. <BR /><BR />Bleibt die Frage, was man unter einer optimalen Lichttechnologie in öffentlichen Räumen versteht? „Das Licht soll blendungsreduziert sein und dorthin gelenkt werden, wo es gebraucht wird, um Verschwendung und Ineffizienz zu vermeiden. Bei der Farbtemperatur zielen wir eher auf wärmeres Licht ab. Die meisten Menschen empfinden dies als wesentlich angenehmer, verglichen mit dem kühlen Licht, das man von anderen LED-Leuchten kennt.“<BR /><BR />Die Firma ewo hat ihren Hauptsitz in Kurtatsch, einen kleineren Produktionsstandort in Sarnthein sowie Niederlassungen in Deutschland, Österreich, Frankreich und Australien. ewo beschäftigt insgesamt an die 100 Mitarbeiter.