Donnerstag, 16. Januar 2020

Frächter fordern EU-Initiativen gegen Fahrverbote in Nordtirol

Italiens Frächter drängen weiter auf EU-Initiativen gegen die Fahrverbote in Nordtirol. Führende italienische Transportunternehmen, die dem Frächterverband ANITA angehören, trafen sich in Rom und erteilten ihrem Präsidenten Thomas Baumgartner die Aufgabe, weiterhin Druck auf EU-Verkehrskommissarin Adina Valean für eine Aussetzung der Fahrverbote auszuüben.

Thomas Baumgartner
Badge Local
Thomas Baumgartner - Foto: © Dlife-DF

„Neben der Diskriminierung auf Kosten italienischer und deutscher Frächter verursachen die Fahrverbote eine erhebliche Zunahme der Transportkosten, während österreichische Frächter wettbewerbsfähiger werden, da sie nicht unter diesen Verboten leiden. Damit erfolgt eine Verzerrung der Konkurrenz im Bereich Transportdienstleistungen in der EU“, kritisierte Baumgartner in einer am Donnerstag veröffentlichten Presseaussendung.

Der Frächterverband rief die EU-Kommission auf, Österreich vor den Europäischen Gerichtshof wegen gravierender Verletzung der EU-Verträge und des Prinzips der freien Warenverkehrs innerhalb des gemeinsamen Markts zu zerren. Die neue EU-Kommission solle das Prinzip des freien Warenverkehrs in der EU respektieren, sagte der Südtiroler Baumgartner.

apa