Seedance 2.0 hatte diese Woche zunächst mit einem per KI erzeugten Video, das Hollywood-Superstars Tom Cruise und Brad Pitt im Kampf auf einem Hausdach zeigt, die US-Filmbranche aufgeschreckt. Der Chef des Branchenverbandes Motion Picture Association (MPA), Charles Rivkin, forderte den chinesischen ByteDance-Konzern auf, Urheberrechte zu wahren.<BR /><BR />Der in China ansässige Bytedance-Konzern hatte erst vor Kurzem das US-Geschäft von TikTok an neue Investoren abgegeben - die Kontrolle über die Video-App im Rest der Welt aber behalten.<BR /><BR />KI, die Videos aus Text-Vorgaben generieren kann, ist in den vergangenen Jahren immer besser geworden. So brachte der ChatGPT-Entwickler OpenAI im vergangenen Jahr mit Sora 2 eine Software heraus, bei der sich Nutzer nach einem kurzen Scan mit dem Smartphone auch selbst in kurze Videoclips einbauen können.<BR /><BR />Disney gewährte OpenAI eine Lizenz zur Nutzung der Figuren des Konzerns in den Sora-Videos und investierte eine Milliarde Dollar in die KI-Firma. Gegen andere Entwickler gingen Disney und weitere Hollywood-Konzerne rechtlich vor.<BR /><BR />In der Branche gibt es insgesamt die Sorge, dass KI menschliche Kreativität verdrängen könnte, zum Beispiel da es billiger wird, Szenen am Computer zu generieren als sie zu drehen. Netflix-Contentchefin Bela Bajaria gibt sich jedoch betont unbesorgt. Auch wenn der Clip mit Cruise und Pitt eine „coole Actionszene“ gewesen sei - „es ist nicht wirklich das, was Leute mit Geschichten verbindet“, sagte sie dem Fernsehsender CNBC. Emotionen und die Kunst des Geschichtenerzählens könne man nicht ersetzen.<BR /><BR />Für Netflix wiederum werde es „nie darum gehen, etwas billiger zu machen“, versicherte die Managerin des Streaming-Riesen. Bei dem Dienst wurde KI bisher punktuell in einigen Produktionen eingesetzt. Netflix ist gerade im Übernahmekampf um das Hollywood-Urgestein Warner Brothers mit dem Rivalen Paramount.