"Delrio hat zugesichert, dass der Sachverhalt geklärt wird und der Staat sicher nicht zwei Mal zugreifen wird", so Kompatscher.Die zuletzt von der Regierung beschlossene Senkung der Einkommenssteuer IRPEF für niedrige Einkommen und die gleichzeitig erhöhten Spending-Review-Abgaben wären Südtirol teuer zu stehen gekommen.Für Landeshauptmann Kompatscher hat der Staat bei der Bemessung der Einnahmen und der Abgaben aber einen Denkfehler gemacht und hätte Südtirol dadurch doppelt zur Kasse gebeten: „Der Staat war der Auffassung, dass ihm Gelder wegen der Steuererleichterung fehlen und wollte diese über die Spending Review wieder hereinholen. Dabei hat er aber vergessen, dass die Mindereinnahmen schon zu Lasten des Landes gehen."Gemeinsam mit seinen Amtskollegen Ugo Rossi (Trentino) und Debora Serracchiani (Friaul-Julisch Venetien) ist Kompatscher am Mittwoch im römischen Chigi-Palast mit den Staatssekretären Delrio und Gianclaudio Bressa zusammengetroffen, um die doppelte Belastung der autonomen Länder und Regionen zu verhindern.„Wir haben Delrio die Situation geschildert. Auch ihm ist das Vorgehen unlogisch erschienen und er hat uns eine Klärung zugesichert. Der Staat werde bei den Autonomien sicher nicht zwei Mal zugreifen. Man muss jetzt prüfen, ob oder wie die Norm angepasst werden muss", zieht Kompatscher ein positives Fazit aus dem Gespräch mit dem Staatssekretär.