Diese seien bisher noch weitgehend Sache der einzelnen Staaten, bemängelte Draghi in einem Gastbeitrag für das Magazin „WirtschaftsWoche“.Künftig sollten Draghis Worten zufolge die Euro-Mitglieder „im Rahmen einer echten Wirtschaftsunion“ Reformbeschlüsse fassen und über einheitliche Institutionen umsetzen. „Indem die Wirtschaftsunion die Regierungen zu Strukturreformen verpflichtet, macht sie glaubhaft, dass die Länder tatsächlich durch Wachstum ihre Verschuldung überwinden können“, erläuterte Draghi.Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte am Donnerstag Anleihenkäufe im Volumen von gut 1,1 Billionen Euro angekündigt. Draghi will damit verhindern, dass die Euro-Zone in einen konjunkturschädlichen Preisverfall auf breiter Front (Deflation) abrutscht. Vor allem in Deutschland erntete der EZB-Chef dafür viel Kritik. Gegner der geplanten Geldschwemme fürchten unter anderem, dass diese den Reformeifer im Währungsraum lähmt.apa/reuters