Mittwoch, 23. Juni 2021

Draghi rechnet mit Aufschwung dank „Recovery Plan“

Italiens Premier Mario Draghi rechnet mit einem Wirtschaftsaufschwung in Italien auch mithilfe des Wiederaufbauprogramms „Recovery Plan“, das von der EU-Kommission gebilligt worden ist.

Premier Mario Draghi blickt optimistisch in Italiens wirtschaftliche Zukunft.
Premier Mario Draghi blickt optimistisch in Italiens wirtschaftliche Zukunft. - Foto: © ANSA / Riccardo Antimiani
„Die wirtschaftliche Situation verbessert sich, das Vertrauen kehrt zurück und das Ziel der Regierung bleibt, die anämischen Wachstumsraten, die Italien vor der Pandemie verzeichnete, dauerhaft und nachhaltig zu überwinden“, sagte Draghi vor dem Parlament am Mittwoch in Rom.

Mitte Juli erhält Italien die erste Tranche des „Recovery Plans“.

Italiens Ziel sei das Verhältnis zwischen Schulden und Bruttoinlandprodukt (BIP) zu reduzieren, Arbeitsplätze zu schaffen und den digitalen und ökologischen Übergang zu fördern, sagte Ministerpräsident Draghi in seiner Rede.

„Die Augen Europas sind auf Italien gerichtet. Das Risiko ist jetzt der soziale Zusammenhalt. Die Phasen der Überwindung der jüngsten Krisen haben oft nur einige Bevölkerungsgruppen begünstigt und die weniger Wohlhabenden, die Jüngsten und Frauen benachteiligt“, warnte Draghi.

Wirtschaftsminister Daniele Franco ist zu den Aussichten Italiens im zweiten Halbjahr optimistisch. „Unsere Prognosen weisen alle auf einen deutlichen Anstieg des Bruttoinlandprodukts (BIP) im laufenden Quartal hin. Das Wachstum sollte sich im dritten und vierten Quartal konsolidieren, und das jährliche BIP-Wachstum wird wahrscheinlich höher ausfallen, als von den Prognosen der Regierung vom April angenommenen. Damals waren wir noch von einem Plus von 4,5 Prozent ausgegangen“, erklärte der Minister.

„Wir müssen diesen positiven Trend verstärken und schnell wieder das selbe Produktivitäts- und Beschäftigungsniveau wie vor der Krise erreichen“, sagte Franco.

„Jetzt ist es notwendig, die Grundlagen für ein dauerhaftes und nachhaltiges Wachstum zusammen mit einer umsichtigen Haushaltspolitik zu schaffen, die entscheidend für die Reduzierung der Staatsverschuldung sein wird“, erklärte der Minister. Der „Recovery-Plan“ sei ein „wesentlicher Schritt“ zur Überwindung der Wirtschaftskrise und die Herausforderung bestehe nun darin, ihn umzusetzen.

apa