Mittwoch, 13. Januar 2016

Draghi: Sonderregel für Hellas-Bonds hängt an Reformkurs

Griechenland muss laut EZB-Präsident Mario Draghi erst die verabredeten Reformen vorantreiben, bevor die Europäische Zentralbank auch Hellas-Anleihen wieder am Markt kaufen kann.

Mario Draghi
Mario Draghi - Foto: © APA/EPA

Die dafür nötige Reaktivierung der Sonderregel sei an diese Bedingung geknüpft, schrieb Draghi in einem am Mittwoch veröffentlichten Brief an griechische Europaabgeordnete.

Auch die griechischen Banken könnten dann erst wieder mit frischem Geld der EZB rechnen. Die Banken sind zur Liquiditätsbeschaffung überwiegend auf sogenannte ELA-Notkredite ihrer Zentralbank in Athen angewiesen. Diese Hilfen sind aber teurer als eine direkte Finanzierung durch die EZB.

Die EZB hatte eine Regel für griechische Anleihen gekippt, die ihr den Ankauf trotz unzureichender Bonitätsbewertungen ermöglichte. Seitdem akzeptiert sie Bonds des Krisenstaates mit schwacher Bonität nicht mehr als Pfand für frisches Zentralbankgeld. In einem zweiten Schritt wurden griechische Anleihen in dem Frühjahr aufgelegten Aufkaufprogramm der EZB zur Stützung der Konjunktur von vorneherein nicht berücksichtigt.

apa/dpa

stol