Mittwoch, 30. Oktober 2019

Draghis Erbe – eine Bilanz

Der Schrecken der Sparer oder doch der Retter der Eurozone? Mario Draghi hat als Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB) polarisiert. Am 1. November endet die achtjährige Amtszeit des Italieners. Der „WIKU“ zieht Bilanz.

Mario Draghi wurde  nach acht Jahren an der Spitze der EZB verabschiedet.
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Mario Draghi wurde nach acht Jahren an der Spitze der EZB verabschiedet. - Foto: © APA (AFP) / DANIEL ROLAND

Nullzins, Strafzins für Banken, Anleihenkäufe – Draghi zog im Kampf gegen Mini-Inflation und Konjunkturflaute alle Register.

Seine wichtigste Leistung ist nach weit verbreiteter Meinung, dass er in den Nachwehen der globalen Finanzkrise den Euro und damit die Währungsunion gerettet hat. Sein „was immer es braucht“ (whatever it takes) zu unternehmen, um den Euro zu sichern. Diese knappen Worte in einer Rede, die Draghi 2012 in London gehalten hat, zeigten den klaren Willen, den Spekulationen auf den Untergang des Euro mit allen erforderlichen Maßnahmen zu begegnen – und das hat gewirkt.

Auch führende europäische Politiker haben seine Verdienste am Montag bei einem offiziellen Festakt gewürdigt. „Du hast den Euro durch unruhige See navigiert“, sagte etwa die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU).

Wie Kritiker seine Geldpolitik einschätzen und welchen Kurs die EZB unter der Führung der neuen Präsidentin, Christine Lagarde, einschlagen wird, lesen Sie im aktuellen „WIKU“.



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