Am Donnerstag, als die Zahlungsprobleme aus Dubai bekannt wurden, hatten die amerikanischen Börsen nicht darauf reagieren können - sie waren wegen des Feiertags „Thanksgiving“ geschlossen. Die europäischen Aktienindizes hatten sich am Freitag schon wieder erholt.Die Schuldenkrise im Luxus-Emirat hatte die Börsenkurse auch in Europa zunächst sinken lassen und in Asien sogar auf eine regelrechte Talfahrt geschickt. Die Börse in Tokio schloss mit einem Minus von mehr als drei Prozent und einem Vier-Monats-Tief. Der Hang Seng in Hongkong und der südkoreanische Aktienindex Kospi fielen jeweils sogar um fast fünf Prozent. In Europa beruhigte sich die Lage am Freitag wieder. Der deutsche Leitindex Dax schloss mit 5,685,61, mit einem Plus von 1,27 Prozent. Der ATX erreichte 2.527,17, ein Plus von 0,73 Prozent.Euro gefallenBelastet von den Sorgen um das Emirat fiel der Euro am Freitag aber deutlich unter 1,50 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf rund 1,49 US-Dollar fest, am Donnerstag waren es noch rund 1,51 Dollar. Der Dollar kostete damit etwa 67 Euro-Cent. „Noch herrscht eine gewisse Unsicherheit am Markt, zumal weitere Informationen aus Dubai auch erst kommende Woche zu erwarten sind“, sagte Devisenexperte Rainer Sartoris (HSBC Trinkaus). Die Aktienmärkte hätten den Euro zuletzt gut gestützt. „Man muss nun abwarten, wie lange die Dubai-Unsicherheit vorherrscht“, sagte er.Die Stimmung unter Banken und Unternehmen war am Tag zwei weitgehend entspannt, nachdem die Nachricht von den massiven Geldproblemen in dem Emirat die Finanzwelt am Donnerstag erschüttert hatte. Insgesamt soll Holding-Gesellschaft Dubai World Schulden von rund 60 Mrd. Dollar angesammelt haben. apa/dpa