<BR />Die genehmigte Kubatur für Wohngebäude belief sich 2023 auf 800.848 Kubikmeter – ein Rückgang um 12 Prozent gegenüber 2022. „Das ist wenig verwunderlich“, sagt Thomas Hasler, Geschäftsführer des Kollegiums der Bauunternehmer. <BR /><BR />„Die Zinsen sind gestiegen, Kredite wurden teurer, noch dazu kommen die gestiegenen Materialkosten. Das alles drückt die Lust, privat zu bauen“, erklärt Hasler.<BR /><BR />Dass für Nicht-Wohngebäude 2023 die genehmigte Kubatur um 18 Prozent auf 1,9 Millionen Kubikmeter zugenommen hat, sei wiederum ein positives Zeichen. „Dies zeigt, dass nach Corona die Zuversicht und die Investitionsfreudigkeit in der Wirtschaft nach oben geht“, sagt Hasler. <BR /><BR />Insgesamt erteilten die Südtiroler Gemeinden 2023 – im Wohn- und Nicht-Wohnbereich – Baugenehmigungen für eine Gesamtkubatur von 2,7 Millionen Kubikmeter. Der Jahreswert der ausgestellten Baugenehmigungen steigt um 7,5 Prozent.<h3> Bauabschlüsse um fast die Hälfte zurückgegangen</h3>Was in den jüngsten Daten zur Bautätigkeit auffällt, ist der starke Rückgang in den Bauabschlüssen, welche insgesamt um 43 Prozent gegenüber 2022 abgenommen haben. Bei Wohngebäuden ist – gemessen nach der Kubatur – ein Rückgang um 45 Prozent und bei Nicht-Wohngebäuden ein Rückgang um ein Viertel zu vernehmen. <BR /><BR /><embed id="dtext86-63934994_quote" /><BR /><BR />Dies könne laut dem Geschäftsführer des Baukollegiums damit zusammenhängen, dass 2022 eher weniger Baugenehmigungen ausgestellt worden sind. „Weniger Genehmigungen in einem Jahr bedeuten weniger Bauabschlüsse im darauffolgenden“, sagt Hasler. <BR /><BR />Dass die Bauabschlüsse abgenommen haben, kann aber auch damit zusammenhängen, dass die Bauvorhaben längerfristige Projekte sind, die womöglich erst in Zukunft fertiggestellt werden. „In der Regel dauern aber Bauprojekte für Wohngebäude zwischen ein und 2 Jahren“, so Hasler.