Dienstag, 22. Oktober 2019

E-Autos für Afrika: Volkswagen startet Pilotprojekt in Ruanda

Volkswagen will die E-Mobilität in Afrika mit einem Pilotprojekt voranbringen. In Ruandas Hauptstadt Kigali sollen demnächst 50 E-Golf fahren, kündigte der Geschäftsführer von Volkswagen South Africa,

Die Elektro-Golfs sollen zunächst nicht an Privatpersonen verkauft werden, sondern vom Volkswagen-eigenen Mobilitätsdienst genutzt werden.
Die Elektro-Golfs sollen zunächst nicht an Privatpersonen verkauft werden, sondern vom Volkswagen-eigenen Mobilitätsdienst genutzt werden. - Foto: © APA/afp / VLADIMIR SIMICEK

Thomas Schäfer, am späten Montagabend an. Die Infrastruktur werde von Siemens aufgebaut. Die Elektro-Golfs sollen zunächst nicht an Privatpersonen verkauft werden, sondern vom Volkswagen-eigenen Mobilitätsdienst genutzt werden. Schäfer – auch Vorsitzender des Afrikanischen Automobilhersteller-Verbandes(AAAM)- kündigte zugleich für die nächsten Monate die Aufnahme neuer Produktionsstätten in Ghana und Kenia an.

Mit zunächst bescheidenen Stückzahlen sollen sie eine Art Türöffner für den geplanten afrikanischen Binnenmarkt werden, so Schäfer. Als bisher größter Standort auf dem Kontinent gilt das Volkswagenwerk nahe der südafrikanischen Hafenstadt Port Elizabeth, wo im Vorjahr 126 463 Fahrzeuge produziert wurden. Fürs laufende Jahr erwartet Schäfer dort eine Produktion von 162 000 Fahrzeugen. Das Werk in der mit dem Bundesland Niedersachsen partnerschaftlich verbundenen Ostkap-Provinz beschäftigt rund 3700 Mitarbeiter und baut sowohl für den Export sowie den heimischen Markt diverse Polo-Versionen.

Südafrika gilt als eine Art Testmarkt für Automobil-Hersteller aus aller Welt, darunter BMW, Mercedes, Ford oder Nissan, aber auch die chinesische Beijing Automotive Industry Corporation oder der indische Tata-Konzern. Die Marke VW hat dort mittlerweile einen Marktanteil von 20 Prozent – den höchsten konzernweit.



apa