Die italienischen Staatsbahnen (FS) haben bereits ein Angebot für den Erwerb der krisengeschüttelten Alitalia eingereicht. „Dank der Unterstützung der Staatsbahnen kann die erste Gesellschaft der Welt entstehen, die Flugzeuge, Bahnen und Busse vereint“, betonte der italienische Vizepremier und Industrieminister Luigi Di Maio.Das sei für ein touristisches Land wie Italien wichtig. Die Bieterfrist für die Alitalia läuft am Mittwochabend aus. „In den nächsten Tagen werden wir alle Angebote prüfen. Wir haben bereits viele Offerte erhalten“, sagte er.Eni und Leonardo sind nicht an Einstieg interessiertAlitalia steht unter staatlicher Sonderverwaltung, nachdem die Beschäftigten im vorigen Jahr einen Rettungsplan abgelehnt hatten. Zudem stellte der Staat ein Überbrückungsdarlehen über 900 Millionen Euro zur Verfügung und sucht einen Käufer.Die italienische Regierung hatte Mitte Oktober erklärt, sie wolle einen Anteil von rund 15 Prozent an der Fluggesellschaft behalten. Sie sucht aber einen industriellen Partner. Andere halbstaatliche Unternehmen wie der Energiekonzern Eni und der Rüstungskoloss Leonardo schlossen einen Einstieg bei der Alitalia aus.stol