Freitag, 08. April 2016

Ein Flughafen - 7 Statements - ein Ziel

Gut zwei Monate vor der Volksbefragung zum Flughafen Bozen hat die Betreibergesellschaft ABD am Freitag zur Medienkonferenz geladen - auch, oder vor allem, um die Gunst der Wähler zu gewinnen. Dem Negativ-Image wird dabei mit positiven Aussichten begegnet. ABD-Chef Otmar Michaeler und seine 7 Statements.

ABD-Chef Otmar Michaeler bei der Medienkonferenz.
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ABD-Chef Otmar Michaeler bei der Medienkonferenz.

Es geht um 2,5 Millionen Euro, die das Land jährlich zuschießen will. Damit muss es der Bozner Flughafen in einem Zeitraum von 5 Jahren schaffen, rentabel zu sein und 170.000 Fluggäste vorweisen können, sonst werden die öffentlichen Finanzspritzen endgültig abgedreht. Möglich gemacht werden soll das auch durch eine Verlängerung der Piste, wodurch größere Maschinen in Bozen landen sollen. So sieht es der offizielle Plan vor. 

Am 12. Juni wird Südtirols Bevölkerung nun zu den Urnen gerufen, um darüber zu befinden. ABD-Chef Otmar Michaeler und seine Ansichten im STOL-Überblick:

1. Es geht uns alle an

Der ABD-Präsident weiß, "dass es für einen positiven Ausgang des Referendums noch einiges zu tun gibt".  

2. Positiv für jeden Südtiroler

Dennoch gab sich der ABD-Chef äußerst positiv – und ließ dies am Freitag auch alle wissen.

3. Die Flüge werden billiger

Warum das so ist, will der ABD-Chef anhand der aktuellen Sommerflüge belegen – und lockt auch mit billigeren Angeboten, die im Falle einer Pistenverlängerung möglich würden.

4. Eine definitive Entscheidung ist gut

Dass es überhaupt zu einer Abstimmung kommt, wertet Michaeler nicht als Kampfansage gegen den Flughafen.

Gleichzeitig stellt Michaeler klar, worüber am 12. Juni abgestimmt wird –und das sei nicht eine Schließung, sondern die Bezuschussung durch das Land.

5. Der Flughafen wird nicht geschossen

Auch für den Fall eines Referendums mit negativem Ausgang hieße das also noch lang nicht, dass der Flughafen geschlossen werde, stellt Michaeler klar.  

6. Ein Investor wäre ein Alternative ...

Doch was ist, wenn kein Geld vom Land mehr fließt. Wäre die Suche nach einem potentiellen Investor wirklich fruchtbringend?

Mit einer Investition von 5 Millionen Euro – was die Verlängerung der Piste kostet – hätte ein Investor einen funktionierenden Flughafen, gibt Michaeler zu bedenken. Er schließt daher nicht aus, dass es für das Areal von 55 Hektar in bester Lage keinen Käufer gebe.

7. ... aber besser Südtirol bestimmt selbst

Doch ein Investor sei nicht in jedem Fall positiv - bzgl. Nachtflüge und dergleichen. Daher appelliert er natürlich einmal mehr für einen positiven Ausgang – ganz im Sinne der Selbstbestimmung.

stol/sor/ker

stol