Wer das „Cavallino Bianco“ in St. Ulrich buchen will, muss Kinder haben und mitbringen. Hier gilt nicht „Adults only“, sondern „family only“. „Das ist richtig“, sagt Ralph Riffeser, „wer keine Kinder hat, bekommt kein Zimmer.“ <BR /><BR />Der 59-Jährige hat seinen Betrieb im Herzen von St. Ulrich bereits vor Jahren ganz auf Familien ausgerichtet und ist weit über Südtirol hinaus zum Begriff geworden. Die Fachpresse meinte gar, Riffeser habe den „Familienurlaub neu erfunden“. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1223796_image" /></div> <BR /><BR />Die Preise sind gehoben, dafür wird Familien ein Rundum-Service geboten. „Wenn wir ankommen, läuft unsere Kleine sofort los in Richtung Hotel und ist weg, so sehr freut sie sich auf die Abenteuer und Spiele“, erzählt ein aus Leipzig angereistes Ehepaar, „wir sehen sie dann nur bei den Mahlzeiten und wir erholen uns alle blendend.“<BR /><BR />Immer wieder hätten Kunden gefragt, wieso es so ein Familien-Hotel nur in den Südtiroler Bergen und nicht auch am Meer gebe. „Ich liebe das Meer, seit ich als Kind mit meiner Mutter die Ferien in Rimini und Riccione verbrachte“, erzählt Riffeser. Seit 2007 habe er sich deshalb auf die Suche nach einem geeigneten Standort gemacht. „Ich habe in Italien gut 150.000 Kilometer zurückgelegt.“ <BR /><BR />Fast per Zufall fand er schließlich in Caorle das ideale Objekt, das Gelände einer am Strand gelegenen ehemaligen Ferienkolonie der Stadt Pordenone.<h3> Ein Zwilling in Caorle</h3>Das zweite „Pferdchen“ ist ein Zwilling des Grödner Vorbildes. Die Suiten haben eine Größe von 46 bis 118 Quadratmeter. Herzstück des Hotels ist „Lino Land“, eine 750 Quadratmeter große Spiel und Erlebniszone für Kinder, unterteilt nach Altersklassen. Hinzu kommt ein fünf Hektar (!) großer Privatstrand direkt am Meer. Keine Straße quert die Oase, nicht einmal ein Radweg. Im Hotelgelände gibt es drei Restaurants - eines nur für Kinder, eines nur für Erwachsene und eines für Familien. Auch im 4.000 Quadratmeter großen Wellnessbereich – mit Innen- und Außenpool – gibt es Ecken nur für Eltern oder Kinder.<BR /><BR />Caorle hat dem Grödner Unternehmer den roten Teppich ausgerollt. Bürgermeister Marco Sarto sagte vor Tagen bei der Präsentation des im Bau befindlichen Resorts: „Für Caorle ist das in jeder Hinsicht ein Qualitätssprung.“ Vor allem erhofft sich die 11.000 Einwohner zählende Stadt nördlich von Venedig eine Verlängerung der Saisonzeiten. Und es kommen 180 neue Arbeitsplätze hinzu.<BR /><BR />„Ich wollte in etwa die gleiche Größe wie in St. Ulrich, weil sich bestimmte Dienstleistungen nur dann rechnen“, erklärt Riffeser. Das „Cavallino“ in St. Ulrich zählt 105 Zimmer, jenes in Caorle 101. Dass sich die Investition in Caorle rechnet, davon ist Riffeser überzeugt. Über konkrete Zahlen möchte er nicht sprechen und auch nicht die in der italienischen Presse kolportierte Summe von 100 Millionen Euro bestätigen: „Ich freue mich, dass der Traum wahr wird.“