Viele verbinden den Namen Fujifilm noch immer mit Fotokameras. Der japanische Konzern verdient sein Geld jedoch längst in anderen Bereichen – vor allem in der Medizintechnik.<BR /><BR />Fujifilm Healthcare zählt zu den weltweiten Marktführern, insbesondere in der bildgebenden Diagnostik, etwa bei Röntgen-, CT- und Ultraschalltechnologien. In diesem Bereich konkurriert der multinationale Konzern mit Schwergewichten wie Siemens Healthineers oder Philips. Im Geschäftsjahr 2024 erzielte die Gesundheitssparte von Fujifilm einen Umsatz von 6,2 Milliarden Euro.<h3> Softwareentwicklung für Medizintechnik</h3>Seit dieser Woche zählt auch die Landeshauptstadt zu einem der vielen Standorte des Konzerns. Fujifilm Healthcare Italia hat seinen neuen Entwicklungs- und Forschungsstandort in den NOI Techpark verlegt. Am Standort Bozen arbeitet künftig ein zwölfköpfiges Team im Bereich Software Research & Development. Der Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung von Softwarelösungen für medizinische Anwendungen.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1270458_image" /></div> <BR /><BR />„Die digitale Transformation des Gesundheitswesens braucht robuste, interoperable Lösungen, die mit höchster Sorgfalt entwickelt werden“, so Kai Fukuzawa, Präsident von Fujifilm Italia und Fujifilm Healthcare Italia. „Der Standort Bozen stärkt die Rolle Italiens als strategischer Hub für die Fujifilm-Softwareentwicklung in Europa.“<BR /><BR />Dass die Wahl auf den Standort Bozen fiel, habe mehrere Gründe, erklärt Davide Campari, Managing Director von Fujifilm Healthcare. Fujifilm Healthcare arbeitete jahrelang mit dem Softwareunternehmen Syncro-Med in Bozen zusammen, das 2008 auch von der Gruppe übernommen wurde. Entsprechend war Bozen bereits als Standort etabliert.<BR /><BR />Ein weiterer zentraler Faktor sei das Innovationsumfeld rund um den NOI Techpark. „Es ist die bewusste Entscheidung, Forschung und Entwicklung in ein Ökosystem einzubetten, das Zusammenarbeit und den Austausch von Kompetenzen fördert, indem Unternehmen, Universitäten, Forschungszentren und Start-ups miteinander vernetzt werden“, so Campari.