Montag, 01. Februar 2021

Ein Viertel der römischen Hotels wird nicht mehr öffnen

Die italienische Hotellerie hat im Coronajahr 2020 Umsatzverluste in der Größenordnung von 13,5 Milliarden Euro gemeldet. 236 Millionen Übernachtungen gingen wegen der Pandemie verloren.

Die Prognosen 2021 sind für die Tourismusbranche nicht rosig.
Die Prognosen 2021 sind für die Tourismusbranche nicht rosig. - Foto: © shutterstock
Besonders betroffen seien die Kulturhauptstädte Rom, Mailand, Florenz und Venedig, berichtete der Hotelierverband Federalberghi. In Rom seien zurzeit lediglich 80 der 1200 Hotels der Stadt offen. Erwartet wird, dass ein Viertel davon nie wieder öffnen wird.

Viele Hotelbetreiber würden bereits ihre Einrichtungen verkaufen oder sie aufgeben, wenn sie Mieter sind, berichtete Federalberghi. In den offenen Hotels waren in den letzten Wochen lediglich 20 Prozent der Zimmer besetzt. Die meisten Gäste seien Geschäftsreisende. Touristen seien aufgrund der rigorosen Reiseeinschränkungen eine Seltenheit.

Die Hotellerie habe 2020 gegenüber 2019 einen Umsatzverlust von 55 Prozent auf 13,5 Milliarden Euro verzeichnet. Bei den Übernachtungen lag das Minus bei 54,1 Prozent.

Keine guten Prognosen für 2021

Federalberghi warnte vor den dramatischen Auswirkungen der Coronakrise auf die Beschäftigung im Tourismusbereich. Vor allem saisonale Jobs seien verloren gegangen. Der Hotelierverband bezeichnete die Unterstützungsmaßnahmen der Regierung als unzulänglich. Die Prognosen 2021 seien für die Branche nicht rosig.

„Der Tourismussektor wird sich nicht vor Ende dieses Jahres erholen“, sagte der Präsident von Federalberghi in Rom, Giuseppe Roscioli. Eine Hoffnung sei die Impfkampagne. „Geimpfte Personen sollen frei reisen können und könnten dazu beitragen, den Tourismus wieder zu beleben. Ein internationales Abkommen ist notwendig, damit wer geimpft ist, sich wieder frei im Ausland bewegen kann“, forderte Roscioli.

apa

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