Zwischen Italien und dem deutschsprachigen Ausland gebe es bekanntermaßen erhebliche Lohnunterschiede. „Durch die bisherigen Steuerbegünstigungen, dass also 5 Jahre lang nur auf 30 Prozent des Einkommens Steuern erhoben wurden, und die zusätzliche Möglichkeit einer Verlängerung unter gewissen Umständen, konnte das Lohngefälle wenigstens bis zu einem gewissen Grad ausgeglichen werden.“ <BR /><BR />Dadurch, dass nun die Begünstigungen eingeschränkt <a href="https://www.stol.it/artikel/wirtschaft/auslandsrueckkehrer-alles-neu-beim-rientro-dei-cervelli" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">(hier mehr dazu)</a> und die Kriterien verschärft worden seien, ändere sich die Ausgangslage – „leider nicht zum Guten für die Südtiroler Wirtschaft“. <BR /><BR />Lun weiter: „Auch wenn ich Verständnis dafür habe, dass die Sache dem Staat viel Geld gekostet hat, war sie gerade für eine Grenzregion wie Südtirol besonders wichtig. Südtirol weist italienweit die höchste Abwanderungsrate auf. Der Wettbewerb um Arbeitskräfte dürfte dadurch nicht einfacher werden“, so die Einschätzung Luns. <BR /><BR />Wie also umgehen mit den neuen Rahmenbedingungen, wenn zugleich die Zahl höher Qualifizierter, die Südtirol den Rücken kehren, immer weiter zunimmt? „Das ist eine Frage, die nicht leicht zu beantworten ist. Dass die Südtiroler Unternehmen jedenfalls die Löhne ans Niveau in Deutschland und Österreich anpassen können, ist sicherlich nicht machbar.“ <BR /><BR />Dann sind jetzt wohl umso kreativere Ideen gefragt, um abgewanderte Arbeitskräfte für die Rückkehr nach Südtirol zu begeistern.