Donnerstag, 13. Januar 2022

„Eine Ungleichbehandlung im Tourismus“

Es sei naheliegend, die Entwicklung im Tourismus wieder etwas stärker zu steuern, betont die Hoteliers- und Gastwirtejugend (HGJ) zum geplanten Tourismusentwickungs-Konzept der Landesregierung. „Steuern kann jedoch nicht bedeuten, dass keine betriebliche Entwicklung mehr zugelassen wird.“

„Steuern kann nicht bedeuten, dass keine betriebliche Entwicklung mehr zugelassen wird.“
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„Steuern kann nicht bedeuten, dass keine betriebliche Entwicklung mehr zugelassen wird.“ - Foto: © shutterstock
Die Hoteliers- und Gastwirtejugend (HGJ) hat sich bei ihrer Klausurtagung auch ausführlich mit der Ausrichtung des Landestourismusentwicklungskonzeptes befasst. HGV-Direktor Thomas Gruber hat zunächst die Grundsatzausrichtung dieses Konzeptes vorgestellt und darauf verwiesen, dass damit Leitplanken zur zukünftigen Entwicklung des Tourismus in Südtirol vorgegeben werden.

Die Landesleitung der HGJ diskutierte eingehend über die Inhalte des Tourismusentwicklungskonzeptes und unterstrich, dass es für die HGJ naheliegend erscheint, die Entwicklung im Tourismus wieder etwas stärker zu steuern. „Steuern kann jedoch nicht bedeuten, dass keine betriebliche Entwicklung mehr zugelassen wird. Vielmehr geht es darum, die Leitplanken so zu stellen, dass eine gesunde wirtschaftliche Weiterentwicklung auch künftig möglich ist“, betont HGJ-Obmann Daniel Schölzhorn.



Die HGJ spreche sich auch dagegen aus, dass gewerbliche und nichtgewerbliche Beherbergungsarten bei betrieblichen Entwicklungen unterschiedlich behandelt werden, wie laut von der Landesregierung genehmigten Konzept vorgesehen ist. „Regelungen, die dazu führen, dass ein Teil der Branche sich kaum mehr entwickeln kann und für einen anderen Teil keine Beschränkungen vorgesehen werden, sind nicht richtig und führen nur zu einer Ungleichbehandlung im Tourismus“, ist Schölzhorn überzeugt.

Für die HGJ-Landesleitung müssten familiengeführte Betriebe grundsätzlich auch weiterhin die Möglichkeit haben, sich auf eine wirtschaftlich vertretbare Größe zu entwickeln. „Entwicklungschancen müssen dabei insbesondere der jungen Generation gegeben werden. Auf sie gilt es einen besonderen Fokus zu richten“, sind sich die beiden HGJ-Vizeobfrauen Anna Rohrer und Claudia Mumelter einig.

Auch der Hoteliers- und Gastwirteverband (HGJ) reagierte kürzlich in einem STOL-Interview auf das geplante Tourismuskonzept: „Wir fallen in die 1980er-Jahre zürück“, betonte Präsident Manfred Pinzger.

stol

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