Mittwoch, 09. Dezember 2015

"Eingeschränkte Mobilität bedeutet eingeschränkte Freiheit"

Die Handelskammer ist überzeugt, dass der Flughafen Bozen von enormer Bedeutung für den Wirtschaftsstandort Südtirol und eine wichtige Stütze für die Erreichbarkeit und Mobilität der Südtiroler ist.

Quo vadis Flughafen Bozen?
Badge Local
Quo vadis Flughafen Bozen? - Foto: © D

Die Handelskammer Bozen hat am Mittwoch die Mitglieder des Südtiroler Landtages zum zweiten Mal zu einer Aussprache zum Thema Flughafen Bozen eingeladen.

Beim Treffen zwischen dem Präsidenten, dem Generalsekretär und dem Vizegeneralsekretär der Handelskammer, dem Direktor des WIFO – Institut für Wirtschaftsforschung der Handelskammer Bozen und mehreren Landtagsabgeordneten der Grünen, SVP, Bürgerunion und 5 Sterne Bewegung wurden die volkswirtschaftlichen und steuerlichen Vorteile des Flughafens dargelegt.

243 neue Arbeitsplätze

Wie eine erst kürzlich erschienene Studie belegt, können mit dem Flughafen Bozen bereits bei 170.000 Passagieren 243 zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen werden und ein zusätzliches Steueraufkommen von 2,2 Millionen Euro generiert werden. Diese zusätzlichen Steuern kommen vor allem von der IRPEF und der Mehrwertsteuer.

Handelskammerpräsident Michl Ebner ist sich sicher, dass der Flughafen Bozen aber noch weitere Vorteile hat: „Die Attraktivität Südtirols für internationale sportliche, kulturelle und wissenschaftliche Events hängt von einer guten Anbindung ab. Aber auch für die Südtiroler hat der Flughafen seine Vorteile, denn eingeschränkte Mobilität bedeutet eingeschränkte Freiheit, ob in Schule, Beruf oder Freizeit.“

Mobilität als Grundbedürfnis 

Mobil zu sein ist mittlerweile ein Grundbedürfnis, aber auch eine Notwendigkeit, wie die vielen Pendler beweisen. Mittlerweile pendeln mehr als die Hälfte der Südtiroler zum Arbeitsplatz oder zur Schule.

Während der öffentliche Nahverkehr in Südtirol im nationalen Vergleich überdurchschnittlich gut abschneidet, ist die Bewertung unterdurchschnittlich bei den Erreichbarkeitsstrukturen Straße, Eisenbahnnetz und vor allem Flughafen. Diese überregionalen öffentlichen Verkehrsmittel betreffen vor allem diejenigen, die gerne verreisen und zu denen gehören die Südtiroler eindeutig dazu, denn sie machen überdurchschnittlich viel Urlaub (62,4 Prozent der Bevölkerung, gegenüber 50,2 Prozent auf staatlicher Ebene).

stol

stol