Über das Jahreskontingent seien nur mehr 1.000 ausländische Arbeitskräfte für die Sektoren Tourismus und Landwirtschaft genehmigt worden, so HGV-Präsident Walter Meister. . Dabei handle es sich nicht um neue Arbeitskräfte, sondern um qualifizierte Mitarbeiter, die bereits seit mehreren Jahren in Südtirol bzw. in Italien saisonal beschäftigt gewesen seien. „Bevor die Arbeitnehmer sich zu derartigen Unterstellungen hinreißen lassen, hätten sie diese Realität zur Kenntnis nehmen sollen“, kritisiert Meister. Den Gastwirten brauche man nicht zu sagen, dass die Gäste es schätzen, wenn sie von einheimischen Mitarbeitern bedient werden. Allein die Tatsache, dass in unzähligen Inseraten in der Presse einheimische Mitarbeiter gesucht würden und dass in der Arbeitsbörse momentan mehr als 600 Stellenangebote im Gastgewerbe angeführt seien, beweise, dass speziell das Gastgewerbe heimische Arbeitskräfte beschäftigen möchte. „Tatsache ist aber auch, dass die Bereitschaft, an den Wochenenden und an Feiertagen zu arbeiten, bei den Einheimischen eher gering ist und dass viele Arbeitsverhältnisse daran scheitern“, so Meister. „Vielleicht könnten die Arbeitnehmer die heimischen Arbeitskräfte dafür sensibilisieren, dass es Branchen gibt, die den Kunden ihre Dienste auch an den Wochenenden und in den Nachtstunden anbieten müssen“, betont der HGV-Präsident. Zudem sensibilisiere die Hoteliers- und Gastwirtejugend (HGJ) bereits seit vielen Jahren die Mittelschulabgänger für die Berufe im Hotel- und Gastgewerbe. „Allein im abgelaufenen Schuljahr konnten damit 3.500 Mittelschüler in 58 von 65 deutsch- und ladinischsprachigen Mittelschulen erreicht werden. Auch dies ist ein Beweis, dass sich das Gastgewerbe um heimische Arbeitskräfte bemüht“, hebt Meister hervor. „Das Problem Arbeitslosigkeit dem Gastgewerbe in die Schuhe zu schieben, wie es die Arbeitnehmer tun, ist zu billig und löst die Problematik jedenfalls nicht“, so Meister abschließend.