Verglichen wurden die Angestellten in den großen Kaufhäusern mit jenen in der Altstadt von Bozen und Meran. <BR /><BR /> Ein wesentlicher Unterschied betrifft das Alter: „Die Beschäftigten in den Einkaufszentren sind im Schnitt deutlich jünger als unter den Lauben“, erklärt AMS-Direktor Stefan Luther. Während das Durchschnittsalter unter den Lauben bei den Männern bei 37 Jahren und bei den Frauen bei 41 Jahren liegt, unterschreiten die sechs Kaufhäuser diese Werte durchgehend. Besonders „jung“ ist der Waltherpark, wo das Durchschnittsalter der Männer bei gerade einmal 29 Jahren und das der Frauen bei 30 Jahren liegt.<BR /><BR />Auch bei der Herkunft gibt es Unterschiede. In den Einkaufszentren – vor allem im Outlet Center Brenner, im Waltherpark und im Twenty in Bozen – setzen die Betreiber vermehrt auf Arbeitskräfte, die nicht in Südtirol ansässig sind. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1324647_image" /></div> <BR /><BR />Neben Alter und Herkunft unterscheidet sich auch die Stabilität der Arbeitsverhältnisse. Die AMS-Studie zeigt, dass es in den Einkaufszentren deutlich mehr Wechsel gibt. Schon 18 Monate nach dem Start ist nur noch etwa die Hälfte der Arbeitsverträge in Kraft. Damit ist die Fluktuation deutlich höher als im traditionellen Handel in den Lauben.<h3> Kein Verdrängungswettbewerb</h3>Entgegen den Befürchtungen vieler Kaufleute in den Bozner und Meraner Lauben zeigt die AMS-Studie zudem, dass sich die Errichtung der neuen Einkaufszentren nicht negativ auf den klassischen Handel ausgewirkt hat. Von einem Verdrängungswettbewerb kann laut den Daten keine Rede sein.<BR /><BR />In der Landeshauptstadt Bozen ist die Zahl der Beschäftigten im traditionellen Handel sogar konstant gestiegen – selbst wenn man die Mitarbeiterzahlen des „Twenty“ und des neuen „Waltherparks“ aus der Statistik herausrechnet.