Die Handelskammer Bozen stellt ein kostenloses System zur Verfügung, mit dem die elektronischen Rechnungen ausgefüllt, verschickt und aufbewahrt werden können.Seit Juni 2014 sind die Unternehmen bereits verpflichtet, ihre Rechnungen an die Staatsverwaltung (Ministerien, Steueragenturen, Vorsorgekörperschaften) im elektronischen Format .xml in Konformität mit der sogenannten „FatturaPA“ über ein spezifisches Austauschsystem zu übermitteln.Ab April 2015 tritt dieses obligatorische Verfahren auch für die Rechnungen an alle anderen öffentlichen Körperschaften, einschließlich der Landesverwaltung, in Kraft.„Um die Klein- und Mittelunternehmen zu unterstützen, haben die Handelskammern in Zusammenarbeit mit der Agentur für Digitalwesen des Präsidiums des Ministerrates und dem Verband der italienischen Handelskammern Unioncamere ein neues kostenloses Arbeitsverfahren entworfen: Damit können die Betriebe eine bestimmte Anzahl an Rechnungen an die öffentliche Verwaltung korrekt ausfüllen, übermitteln und weiter verfolgen“, erklärt Handelskammerpräsident Michl Ebner.Auf der Website der Handelskammer Bozen www.handelskammer.bz.it haben die Unternehmen über das Menü Weitere Dienste -> Buchhaltung -> Elektronische Fakturierung den direkten Zugang zur Plattform https://fattura-pa.infocamere.it. Diese gibt es bislang nur in italienischer Sprache. Die Handelskammer Bozen stellt das System bis zur Fälligkeit im April 2015 auch in deutscher Sprache zur Verfügung.Durch die digitale Unterschrift werden laut Gesetz die Authentizität der Herkunft und die Unversehrtheit des Inhaltes gegenüber der rechnungsempfangenden öffentlichen Verwaltung gewährleistet.Um den Dienst beanspruchen zu können, muss sich der Inhaber des Unternehmens über die „Nationale Servicekarte (CNS)“ identifizieren. Anschließend kann der Firmeninhaber auch einen Wirtschaftsverband oder einen Berater mit dem Management der Rechnungen an die öffentliche Verwaltung beauftragen.