Dienstag, 12. April 2022

Energiegespräch zwischen Vertretern von Energie- und Unternehmerverband

Die Vertreter des Südtiroler Energieverbands SEV und des Unternehmerverbands Südtirol sprechen über Energieautonomie und Energiegemeinschaften für Unternehmen.

Bild: Das Treffen im SEV-Sitz in Bozen, von links nach rechts: Heiner Oberrauch (Präsident Unternehmerverband Südtirol), Rudi Rienzner (Generaldirektor SEV), Josef Negri (Direktor Unternehmerverband Südtirol). - Foto: © SEV

Der Generaldirektor des Südtiroler Energieverbands SEV Rudi Rienzner ist mit Vertretern des Unternehmerverbands Südtirol zu einem energiepolitischen Hintergrundgespräch im SEV-Sitz in Bozen zusammengetroffen.

Dabei begrüßten der Präsident des Unternehmerverbands Heiner Oberrauch und dessen Direktor Josef Negri das Bestreben des SEV, die Zuständigkeiten des Landes im Energiebereich bestmöglich zu nutzen.

In diesem Frühjahr hatte der SEV in Zusammenarbeit mit der Handelskammer Bozen die autonomierechtlichen Spielräume des Landes in der Strompolitik rechtlich prüfen lassen. Das Ergebnis dieser Expertise war eindeutig: Demnach übernimmt der Staat in diesem Bereich Zuständigkeiten des Landes.

Deshalb ist das Land Südtirol verpflichtet, eine eigene Regulierungsbehörde aufzubauen. „Eine Stromautonomie schließt Handlungsspielräume in der Preisgestaltung mit ein und das kann Privatkunden und Unternehmen Vorteile bringen“, erklärt Rudi Rienzner.

Zusammenschlüsse von Betrieben als mögliche Sparmaßnahme

Ein weiteres Thema des Hintergrundgesprächs waren die Energiegemeinschaften. Heutzutage können Bürger sowie Unternehmen Anlagen zur Erzeugung von Energie aus erneuerbaren Quellen installieren und die gemeinsam erzeugte Energie selbst verbrauchen. Für Unternehmen in Südtirol könnte dieses Modell – etwa durch Zusammenschlüsse von Betrieben – eine Chance sein, um einen Teil ihrer Stromkosten durch die für Energiegemeinschaften vorgesehenen Vergütungen zu senken.

stol

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