Der SEV will die Energiepolitik in Südtirol in Zukunft entscheidend mitgestalten. Ziel der Verbandsarbeit ist die Entwicklung eines dezentral aufgestellten Landes-Energie-Netzwerks, das Großkonzessionäre ebenso einbindet wie Verbraucher, Stadtwerke, private Energieunternehmen und Energiegenossenschaften, die Gemeinden, das Land Südtirol und die landeseigene Sel AG, so der SEV am Freitag in einer Aussendung. „Die bestehende Vielfalt der Südtiroler ‚Energielandschaft‘ ist also die Voraussetzung für ein energiewirtschaftliches Konzept, dass auf Konsens setzt – und nicht auf Konfrontation“, heißt es vom SEV.Der Südtiroler Energieverband arbeitet daher an der Bildung einer Kooperationsplattform aller in Südtirol tätigen Energiebetriebe und strebt damit – als Dienstleister, Investor und Interessensvertretung – eine Führungsrolle an. In seinem „Leitbild 2020“ hat der Verband die entsprechenden Schritte festgelegt. Dazu gehören die enge Zusammenarbeit mit dem Gemeindeverband und den Wirtschaftsverbänden, der Ausbau des SEV-Kompetenzzentrums und – vor allem – die Gründung einer SEVFIN AG als Kapitalfonds lokaler Energiebetriebe, der sich an Kraftwerken und Energieverteilern beteiligen könnte.