Sonntag, 10. März 2019

Entscheidung über TAV-Großprojekt verschoben

Die beiden Regierungsparteien Italiens haben ihren Streit über die Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Turin und Lyon verschoben.

Kurz vor Ablauf einer wichtigen Vergabefrist am Montag wurde die Entscheidung über die Hochgeschwindigkeitsstrecke von Turin nach Lyon um 6 Monate verschoben. - Foto: APA/AFP (Archiv)
Kurz vor Ablauf einer wichtigen Vergabefrist am Montag wurde die Entscheidung über die Hochgeschwindigkeitsstrecke von Turin nach Lyon um 6 Monate verschoben. - Foto: APA/AFP (Archiv)

Kurz vor Ablauf einer wichtigen Vergabefrist am Montag wurde die Entscheidung über die Hochgeschwindigkeitsstrecke von Turin nach Lyon um 6 Monate verschoben, wie die Staatssekretärin im Wirtschaftsministerium, Laura Castelli (Fünf-Sterne-Bewegung) mitteilte. Nun gebe es Zeit, erneut mit Frankreich über das Projekt zu diskutieren.

Die Fünf-Sterne-Bewegung und die Lega einigten sich gestern darauf, neue Aufträge wie planmäßig vorgesehen auszuschreiben, ohne aber finanzielle Verpflichtungen einzugehen. Der Streit um das TAV-Großprojekt hatte Spekulationen über eine Regierungskrise und den drohenden Verlust von rund 300 Millionen Euro an EU-Fördermitteln ausgelöst. Selbst ein Zerbrechen der Koalition schien möglich.

Die Fünf-Sterne-Bewegung spricht sich klar dagegen aus und hatte ein Nein dazu auch im Wahlprogramm verankert. Die Lega ist dagegen für die Strecke. Sie argumentiert, das Milliardenprojekt der Alpenquerung schaffe Wachstum und neue Arbeitsplätze.

ansa/dpa

stol