Nach zwei sehr schwachen Jahren zeigt die Bautätigkeit 2025 zumindest im privaten Wohnbau leichte Verbesserungen. Laut vorläufigen Daten des Astat bewilligten die Gemeinden im Vorjahr ein Bauvolumen von 1,12 Millionen Kubikmetern – ein Plus von rund 24 Prozent im Vergleich zum Negativjahr 2024. Ein Blick auf die Bauabschlüsse zeigt jedoch, wie mau die vergangenen Jahre wirklich waren: Sie sanken 2025 um satte 60 Prozent auf gerade einmal 479.216 Kubikmeter.<BR /><BR />Im Nicht-Wohnungsbereich setzte sich der Negativtrend fort: Die ausgestellten Baugenehmigungen verringerten sich um rund 8 Prozent auf 1,94 Millionen Kubikmeter, bei den Bauabschlüssen gab es ebenfalls ein Minus von 45,3 Prozent. <BR /><BR />Insgesamt wurden 2025 Baugenehmigungen für etwa drei Millionen Kubikmeter erteilt – ein leichter Zuwachs von 1,6 Prozent gegenüber 2024. <h3> „Ungute Kombination aus mehreren Faktoren“</h3>Dass der private Wohnbau in den vergangenen Jahren so schwach war, hat nicht eine Hauptursache. „Vielmehr war es eine sehr ungute Kombination aus mehreren Faktoren“, erklärt Thomas Hasler, Geschäftsführer des Kollegiums der Bauunternehmer. „Die Rohstoffpreise sind gestiegen, das hat sich auf die Baukosten niedergeschlagen, auch die Inflation hat die Preise in die Höhe getrieben und nicht zuletzt die Zinsen. Dadurch sind Kredite weniger attraktiv gewesen“, so Hasler. <BR /><BR />Die Europäische Zentralbank (EZB) hat ab 2022 eine beispiellose Serie an Zinserhöhungen gestartet, um die Teuerung in den Griff zu bekommen. Danach wurden Darlehen binnen kurzer Zeit signifikant teurer – nach vielen Jahren des billigen Geldes.<BR /><BR />Zumindest dieses Problem konnte im vergangenen Jahr verringert werden. Dank der Zinssenkungen der EZB sind Kredite wieder tendenziell günstiger geworden. Das kann wiederum die private Nachfrage wieder eher ankurbeln. <BR /><BR /> Hoffnung macht sich die Baubranche nun durch die Wohnbaureform. Das Wohnen mit Preisbindung oder der gemeinnützige Wohnbau hätten durchaus das Potenzial, belebend zu wirken, ist sich Hasler sicher.