Quasi von 0 auf 100 ging es heuer für den Südtiroler Starkoch. Für das Restaurant „St. Hubertus“ im Hotel „Rosalpina“ in St. Kassian hatte er bereits in Vergangenheit einen Stern nach dem anderen erkocht (2001 bekam der 62-jährige Luttacher den ersten Michelin-Stern, 2006 den zweiten und 2017 den dritten). Doch heuer im Frühjahr wurde das Lokal im Zuge der umfangreichen Renovierungsarbeiten des 5-Sterne-Hotels „Rosalpina“, das das Restaurant beherbergt hatte, geschlossen. <BR /><BR />Niederkofler suchte sich eine neue Herausforderung und eröffnete im Juli das „Atelier Moessmer“ in Bruneck. <BR /><BR />Die neue Gourmetadresse schaffte es in der Gunst der Tester sofort ganz nach oben: Erst kürzlich verlieh der beliebte Restaurantführer „Gambero Rosso“ seine höchste Bewertung, die 3 Gabeln, an das Brunecker Lokal.<h3> „Nur die besten Zutaten aus den umliegenden Bergen“</h3> Die „Guida Michelin“ zog nun mit 3 Sternen nach betonte: „In dem neuen Lokal, das in einer restaurierten historischen Villa untergebracht ist, bleibt Küchenchef Niederkofler seinem Mantra ,cook the mountain' treu, einer Formel, bei der nur die besten Zutaten aus den umliegenden Bergen und Tälern auf den Tisch kommen, direkt von Erzeugern und Bauern, die ihre natürlichen Zyklen respektieren, um die Aromen und Nährstoffe zu erhalten.“ <BR /><BR />Das „Atelier Moessmer“ ist damit Südtirols einziges 3-Sterne-Lokal. 13 gibt es aktuell in ganz Italien.<h3> Auch grüner Stern für das „Atelier Moessmer“</h3>Beim Küchenchef war die Freude sichtlich groß: „Ich war heuer noch nervöser als beim ersten Mal“, gestand Niederkofler beim Kurzinterview auf der Bühne des „Teatro Grande“ in Brescia, wo die feierliche Bekanntgabe der neuen Sterne-Adressen stattfand. „Ich bin sehr glücklich und danke allen, die an uns geglaubt haben.“<BR /><BR />Niederkofler konnte sich aber noch über eine weitere Auszeichnung freuen: Das „Atelier Moessmer“ erhielt darüber hinaus auch einen grünen Stern. Damit zeichnet Michelin jene Restaurants aus, bei denen das Thema Nachhaltigkeit groß geschrieben wird. <h3> Südtirol bestätigt seine Ein- und 2-Sterne-Lokale</h3>Ansonsten gab es in Südtirols Gourmet-Himmel keine Veränderungen: Das „Castel Findining“ in Dorf Tirol mit Chefkoch Gerhard Wieser, die „Gourmetstube Einhorn“ in Mauls mit Peter Girtler und das „Terra“ mit Heinrich Schneider hielten ihre 2 Sterne. <BR /><BR />Je einen Stern sicherten sich auch in der neuen Ausgabe des Michelin-Führers „In Viaggio – Claudio Melis“ in Bozen, „Apostelstube“ in Brixen, „Kuppelrain“ in Kastelbell, „La Stüa de Michil“ in Corvara, „Tilia“ in Toblach, „Schöneck“ in Pfalzen, die „Luisl Stube“ in Algund, „Prezioso“ und „Sissi“ in Meran, „Johannes-Stube“ in Welschnofen, „Anna Stuben“ in St. Ulrich, „1908“ in Oberbozen, die Eppaner Restaurants „Zur Rose“ und „Osteria Acquarol“, „Alpenroyal Gourmet“ in Wolkenstein, das Restaurant „Suinsom“ in Wolkenstein und „Zum Löwen“ in Tisens. <BR /><BR />Südtirol kommt damit erneut auf 21 Sternelokale (eines mit 3 Sternen, 3 mit 2 Sternen und 17 mit einem Stern) und platziert sich nach Neapel mit 29 Sterne-Adressen erneut ganz vorne in der Rangliste der Provinzen mit den meisten von Michelin geadelten Lokalen. <BR /><BR /><BR /><BR />