Donnerstag, 19. September 2019

Erreichbarkeit als Thema des Treffens der Wirtschafts- und Handelskammern

Am Mittwoch fand in Innsbruck ein Treffen der Führungsspitzen der Industrie- und Handelskammer von München und Oberbayern, der Wirtschaftskammer Tirol und der Handelskammern von Bozen und Trient statt. Die Erreichbarkeit in den jeweiligen Gebieten war das Schwerpunktthema des Austausches.

Beim Treffen der Präsidenten und der Generalsekretäre der Wirtschafts- und Handelskammern entlang der Brennerachse tauschten sich diese insbesondere zum Thema Erreichbarkeit aus. - Foto: WKT
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Beim Treffen der Präsidenten und der Generalsekretäre der Wirtschafts- und Handelskammern entlang der Brennerachse tauschten sich diese insbesondere zum Thema Erreichbarkeit aus. - Foto: WKT

Ziel der regelmäßigen Treffen der Wirtschafts- und Handelskammern entlang der Brennerachse ist es, wichtige Zukunftsthemen voranzutreiben und die Zusammenarbeit zwischen den Ländern zu stärken.

Beim Treffen der Präsidenten und der Generalsekretäre der Wirtschafts- und Handelskammern entlang der Brennerachse tauschten sich diese insbesondere zum Thema Erreichbarkeit aus. Als Faustregel gilt: Steigt das Bruttoinlandprodukt (BIP) um ein Prozent, nimmt der Verkehr ebenfalls um mindestens eineinhalb Prozent zu. Die Zunahme des Verkehrs ist somit immer auch ein Zeichen des wirtschaftlichen Wachstums und steht für einen gestiegenen Wohlstand.

„In Zukunft muss das bestehende Eisenbahnnetz ausgebaut werden. Die Brennerbasistunnel-Zulaufstrecken müssen zügig fertiggestellt, Terminalstrukturen verbessert und neu gebaut und die bestehende Infrastruktur durch Digitalisierung noch effizienter gestaltet werden“, waren sich die Präsidenten der Handels- und Wirtschaftskammern entlang der Brennerachse beim gestrigen Treffen einig.

Auf der Straße sind Digitalisierungsmaßnahmen für die Zukunft zum Beispiel korridorweite Verkehrsinformationen und -prognosen sowie dynamische Spuren und Geschwindigkeitsbegrenzungen. Im Schienenverkehr müssen beispielsweise die Digitalisierung der Terminalstrukturen und ERTMS (European Rail Traffic Management System), ein System zur Interoperabilität des Zugverkehrs in Europa umgesetzt werden. Durch eine Vereinheitlichung der in den verschiedenen Ländern unterschiedlichen Technologien und Bestimmungen sollte dabei eine Effizienzsteigerung und Kostenreduzierung bewirkt werden.

Im Zuge des Treffens besuchten die Führungsspitzen der Wirtschafts- und Handelskammern entlang der Brennerachse auch die Fachmesse für Gastronomie, Hotel und Design FAFGA’19 in Innsbruck, auf der 400 verschiedene Aussteller ihr Angebot präsentieren. Zudem wurde die Tiroler Tourismusschule „Villa Blanka“ besichtigt.

stol

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