Dort wollen Vertreter aus Dutzenden Staaten, darunter Österreich, mit regionalen und lokalen Regierungen sowie weiteren Akteuren über möglichst konkrete Schritte zur Abkehr von diesen fossilen Energien beraten. Das von Kolumbien und den Niederlanden organisierte Treffen läuft bis zum 29. April.<BR /><BR />Es bringt zunächst Vertreter aus Zivilgesellschaft, Wissenschaft und Wirtschaft zusammen, bevor in einer zweiten Phase Minister und hochrangige Regierungsvertreter beraten. Mehr als 50 Staaten sind dabei, neben mehreren europäischen Staaten und der EU auch Norwegen, Großbritannien und Kanada.<BR /><BR />Die Konferenz ist nicht als Verhandlungsformat angelegt, sondern als ergänzende Plattform zu den UNO-Klimaverhandlungen. Ein Abschlussbericht soll zentrale Handlungswege bündeln und in die Vorbereitung der nächsten Weltklimakonferenz einfließen, die im November in der Türkei stattfindet.<h3> Reaktion auf schleppende Klimapolitik</h3>Die Initiative gilt als Reaktion auf die schleppenden Fortschritte in der internationalen Klimapolitik. Sie folgt auf die Verhandlungen der Klimakonferenz (COP30) in Brasilien, bei denen sich die Staaten nicht auf einen Fahrplan für den Ausstieg aus fossilen Energien einigen konnten.<BR /><BR />Zugleich bleibt die Lücke zwischen Klimazielen und tatsächlicher Entwicklung groß. Regierungen planen laut der Naturschutzorganisation WWF, im Jahr 2030 mehr als doppelt so viele fossile Brennstoffe zu fördern, wie mit einer Begrenzung der Erderwärmung auf 1,5 Grad vereinbar wäre. Die Konferenz gilt daher als Versuch, Blockaden in den großen multilateralen Verhandlungen zu umgehen und mit kleineren Staatengruppen schneller voranzukommen.<BR /><BR />Die beteiligten Länder stehen laut WWF für etwa ein Fünftel der globalen Produktion fossiler Energien und rund ein Drittel des Verbrauchs. Kohle, Öl und Gas verursachen demnach rund 90 Prozent der weltweiten CO2-Emissionen und gelten als Haupttreiber der Klimakrise. Deutschland wird bei der Konferenz durch Staatssekretär Jochen Flasbarth aus dem Bundesumweltministerium vertreten, der nach Angaben des Ministeriums auch die deutschen Erfahrungen mit dem Kohleausstieg einbringen will.