Mittwoch, 27. April 2016

Erster Rückgang seit 13 Jahren: Apples Rekordlauf gestoppt

Der erste Rückgang der iPhone-Verkäufe hat den rund 13 Jahre langen Rekordlauf von Apple gestoppt. Der Quartalsumsatz ging erstmals seit 2003 im Jahresvergleich zurück.

Foto: © APA/DPA

Auch nach einem Gewinneinbruch von über 22 Prozent verdiente Apple aber immer noch 10,5 Mrd. Dollar (9,3 Mrd. Euro). Die Geldreserven des Konzerns schwollen auf 232,9 Mrd. Dollar an – 17,2 Mrd. mehr als vor drei Monaten.

Apple setzte im vergangenen Quartal rund 51,2 Mio. iPhones ab, das war ein Rückgang von 16 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal. Der Umsatz schrumpfte um 13 Prozent auf 50,56 Mrd. Dollar, wie der Konzern nach US-Börsenschluss am Dienstag mitteilte. Das war bereits erwartet worden, aber Analysten hatten immer noch mit einem nicht so schwachen Wert gerechnet. Auch die Prognose für das laufende Quartal fiel unter ihren Erwartungen aus.

Auch in der Börsenwelt weniger wert

Die Aktie verlor nachbörslich zeitweise rund acht Prozent. Damit verlor Apple rund 40 Mrd. Dollar an Börsenwert – so viel, wie der Videodienst Netflix insgesamt auf die Waage bringt.

Der Kurs der Apple-Aktie stand angesichts des erwarteten Geschäftsrückgangs bereits seit Monaten unter Druck. Die Ausschüttungen an die Anleger werden nun um weitere 50 Mrd. Dollar erhöht. Damit summieren sie sich auf 250 Mrd. Dollar. Die Quartalsdividende hob Apple von 54 auf 57 US-Cent pro Aktie an.

Das 2007 gestartete iPhone hat das Wachstum von Apple befeuert und ist das mit Abstand wichtigste Produkt des Konzerns. Es bringt rund zwei Drittel des Geschäfts ein. Damit schlug der Rückgang der Verkäufe direkt auf Umsatz und Gewinn durch.

Der Chef glaubt an eine „Pause“

Konzernchef Tim Cook sprach von einer „Pause“ beim Wachstum und machte für die Rückgänge vor allem einen „Konjunktur-Gegenwind“ verantwortlich, der das Wachstum im Smartphone-Markt insgesamt abgewürgt habe. „Das iPhone-Geschäft ist gesund“, betonte Cook.

apa/dpa

stol