Rodungen, Lkw-Verkehr, Naherholung: Die Liste Kaltern Gemeinsam hinterfragt Erweiterung der Schottergrube Ziegelstadel und fordert Antworten sowie mehr Transparenz.<BR /><BR />Nachdem ein erstes Erweiterungsprojekt im Jahr 2023 von der Landesverwaltung aus umweltrechtlichen Gründen abgelehnt worden war, wurde inzwischen eine überarbeitete Erweiterung der Schottergrube auf einer Fläche von rund 10.200 Quadratmetern mit mehreren Auflagen genehmigt. Diese Erweiterung entspricht etwa der Hälfte des im Jahr 2023 abgelehnten Erweiterungsprojektes. Sie sieht die Rodung von 6.350 Quadratmetern Wald, die Verlegung des Prazöllersteiges (wie gestern bereits berichtet) und den Abbau von rund 91.700 Kubikmetern Material bis zum Jahr 2035 vor.<h3> In den vergangenen Wochen haben sich mehrere Personen an die Listenvertreter gewandt</h3>„Wir stellen die erteilte Genehmigung nicht grundsätzlich in Frage, aber weil es sich um einen der größten Eingriffe der vergangenen Jahre in Wald und Landschaft handelt, sehen wir es als Aufgabe des Gemeinderats, die Umsetzung des Projekts kritisch, sachlich und konstruktiv zu begleiten,“ betonen Werner Atz, Karin Tanzer, Helmuth Sinn und Christian Mayr, die Gemeinderäte von Kaltern Gemeinsam.<BR /><BR />In den vergangenen Wochen haben sich mehrere Personen an die Listenvertreter gewandt. „Sie berichten von großflächigen Rodungen, einer sichtbaren Veränderung des Landschaftsbildes, Staubentwicklung durch den Lkw-Verkehr und einem neu angelegten Abschnitt des Prazöllersteiges, der nach ihrer Einschätzung deutlich steiler und weniger attraktiv geworden ist“, heißt es seitens der Gemeinderatsliste Kaltern Gemeinsam. <BR /><BR /> Fragen wirft laut Gemeinderatsliste auch die Zusage der Gemeinde auf, mehr als die Hälfte des Abbauzinses für Rekultivierungs- und Ausgleichsmaßnahmen zu verwenden: „Eine Wiedergutmachung, die erst durch den Schotterabbau notwendig wird“, so die Gemeinderatsliste Kaltern Gemeinsam: „Gerade bei einem Projekt, das unsere Gemeinde über viele Jahre hinweg prägen wird, haben die Bürgerinnen und Bürger Anspruch auf umfassende Information,“ so die Gemeinderatsliste abschließend.