Samstag, 13. April 2019

„Es braucht mehr, statt weniger Europa“

Kürzlich hat in der Festung Franzensfeste ein Diskussionsabend, organisiert vom Südtiroler Wirtschaftsring – Economia Alto Adige, zum Thema „Zukunftsprojekte in Europa: Ausblick und Visionen“ stattgefunden.

Voll besetzter Saal in der Festung Franzensfeste. - Foto: Südtiroler Wirtschaftsring
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Voll besetzter Saal in der Festung Franzensfeste. - Foto: Südtiroler Wirtschaftsring

Ein voll besetzter Saal bei der Festung Franzensfeste und klare Worte von Europaparlamentarier Herbert Dorfmann und Landeshauptmann Arno Kompatscher: Die Veranstaltung „Zukunftsprojekte in Europa: Ausblick und Visionen“ war ein spannender Diskussionsabend.

Ob es das freie Reisen durch große Teile des Kontinents ist, eine einheitliche Währung, dass die berufliche Aus- und Weiterbildung stark unterstützt wird oder, dass sich ländliche Gebiete wie Südtirol entwickeln können – Europa hat Vieles ermöglicht.

„Oft ist uns gar nicht bewusst, dass wir täglich von Europa profitieren, sei es im Großen wie im Kleinen“, betonte Matthias Braunhofer, Bezirkspräsident des Südtiroler Wirtschaftsring-Economia Alto Adige (SWR-EA).

Europäische Grundidee mit konkreten Visionen und Projekten füllen

Auf das, worauf es in den nächsten Jahren ankommt, ging Europaparlamentarier Herbert Dorfmann ein: „In den nächsten Jahren geht es darum, die Europäische Grundidee der Zusammenarbeit und der Solidarität untereinander - die in den letzten 10 Jahren der Krisen gelitten hat - wieder auf Vordermann zu bringen und mit konkreten Visionen und Projekten zu füllen.“

Dazu zählen laut Dorfmann der Europäische Haushalt von 2021 - 2027, das Forschungsprogramm Horizont Europa, das Programm "Connecting Europe", Erasmus+ und COSME für Klein- und Mittelbetriebe.

Starke Regionen – Motor Europas

Landeshauptmann Arno Kompatscher hob den Wert starker Regionen für Europa hervor: „Es ist entscheidend, dass das gemeinsame Europa und die verbindenden europäischen Werte in unserem Lebensalltag ankommen und bürgernah wahrgenommen werden.“ Starke Regionen spielen dabei eine ganz entscheidende Rolle, denn dort wachsen nicht nur das Bewusstsein und die Verantwortung für die Gemeinschaft, sondern werden auch die Interessen der Bürgerinnen und Bürger gewahrt, ist der Landeshauptmann überzeugt.

Hannes Mussak, Präsident des SWR-EA appellierte an jeden Einzelnen: „Nur wenn wir Europa im Herzen tragen und die Zukunft im Blick haben, wird es uns gelingen die großen Herausforderungen der Zeit zu meistern. Dafür braucht es mehr, statt weniger Europa.“

stol